Und da bin ich wieder.
Heute abend bin ich sogar reichlich geschafft. Es ging heute morgen auch schon gegen 8 Uhr los. Zwei Stunden fahrt bis zum
Mist ich hab schon wieder irgendetwas auf dieser bloeden Tastatur verstellt!.
Die Zeit dorthin vertrieb uns die Reiseleitung mit dem Erklären von einigen Kanji (einem Teil der japanischen Schriftsprache) und nun kann ich tatsächlich einige Zeichen lesen. Allerdings nicht viel, aber ich weiß wie ich Auto, Berg, kleiner und großer Wald, Mann, Frau und die Zahlen von 1 bis 100 geschrieben werden. Aussprechen kann ich es trotzdem noch nicht. Das ist vielleicht Lektion 2 für morgen, wenn wir drei Stunden bis Osaka fahren.
Aber zurueck zum Kotohira-Schrein. Der liegt am Hang des Berges KONPIRASAN-DER ELEFANTENKOPFBERG
(jetzt haengt hier die Hochstelltaste fest, ich werd noch wahnsinnig!).
Bevor man aber diesen Schrein ueberhaupt zu sehen bekommt, muss man 785 Stufen hinauf steigen. Eine sehr muehsame Angelegenheit, da die Stufen sehr unregelmaessig angeordnet sind. Und man muss sich zusaetzlich durch die ganzen Pilger durchkaempfen.
Der Kotohira-Schrein gehoert naemlich zu einem der 88 Tempel und Schreine auf Shikoku, wo Japaner hinpilgern.
Die Pilgerer erkennt man an ihren weissen Jacken und den Rosenkraenzen, die sie immer klappernd bei sich tragen.
Auf dem Weg hinauf auf den Berg gibt es natuerlich mehrere Stationen, viele Toriis und Brunnen, an denen man sich ausruhen kann.
Nach den 785 Stufen wird man aber mit einem atemberaubenden Blick ueber Shikoku belohnt. Gleich an der Treppe steht die Hauptgebetshalle (zu Ehren eines Gottes, welcher auch immer) die durch einen meterlangen Korridor mit einer fast ebensogrossen Nebengebetshalle (fuer die dazu passende Goettin) verbunden ist. Auf dieser Ebene kann man die ueblichen Gluecksbringer kaufen, unter anderen auch welche mit einem Huendchen.
Der Legende nach sei ein Pilger einst mit seinem Hund nach Kotohira gekommen. Aber der Pilger wurde krank. An seiner statt ist der Hund auf den Berg gepilgert und hat zu der Shinto-Gottheit gebetet. Und der Pilger wurde alsbald wieder gesund.
Aber das ist nicht alles, was es zu sehen gibt.
Wer noch nicht muede ist, kann noch weitere 500 Stufen hochsteigen und kommt zu einer weiteren Halle. Leider hatte ich keine Zeit auch diese zu besichtigen, denn wir mussten auch schon wieder den Berg runter und mit dem Bus zum Mittagessen fahren!!!!
Das war diesmal ausgesprochen lecker. Es gab naemlich eine Art Nudeln (udon???) eine lokale Spezialitaet. Sehr zu empfehlen.
Wir sind also mittlerweile in Takamatsu angekommen. Als erstes an diesem Nachmittag haben wir dann den Ritsurin-Park besucht. Ritsurin bedeutet Kastanienwald. Warum weiss ich leider nicht, denn ich habe dort keine einzige Kastanie entdeckt..... nur japanische Kiefern. Vergebens suchte ich auch nach dem versprochenen Ahornbaeumen (die im Herbst knallrot werden…. ich will unbedingt so einen Bonsai!!!!). In dem Park sind wir dann so eine Stunde herumspaziert.
Und nun auf zum Yashima-Tempel. Naja, die Shinto-Schreine finde ich interessanter.
(Tempel sind in Japan immer buddhistisch, Schreine aber schintoistisch)

Aber wegen des Tempels waren wir auch nicht wirklich da, sondern wegen der schoenen Aussicht. Von dort oben hat man naemlich zunaechst den Blick ueber ganz Takamatsu, geht man aber weiter, dann sieht man weit auf den Binnensee zwischen der Insel Honshu und Shikoku. Das Ganze noch im Abendrot.... einfach traumhaft.
Und ich habe heute schon wieder reichlich 100 Fotos geschossen.
Zum Abschluss des Tages stand wieder die Selbstversorgung zum Abendessen an. Was soll ich sagen, bei mir gab`s Sushi und Ananas. Ausserdem habe ich japanische Gummibaerchen gekauft....
Ich bin noch ein wenig herumgelaufen, weil ich so zeitig noch nicht zurueck ins Hotel wollte. Bin in einem Einkaufszentrum gelandet..... sowas habe ich selbst in Amerika nicht gesehen. Eine gesamte Strasse lang ein Laden am anderen. Dort bin ich geschlagene 25 min in normalem Gehschritt geradeaus gelaufen und habe immer noch kein Ende der Ladenstrasse gesehen. Da bin ich dann verzweifelt umgekehrt und nun voellig k.o.. im Hotel.
Wenigstens habe ich hier keinen Zeitdruck beim Schreiben und kann mit genuegend Zeit fuer meinen Bericht lassen.
Abschliessend moechte ich euch noch mitteilen, dass ich anfange mich an die japanischen Toiletten zu gewoehnen. So eine Sitzheizung und eingebaute Popodusche sind schon was feines. Grins
DICKES KUESSCHEN NACH HAUSE (WIE IHR SEHT HAENGT DIE HOCHSTELLTASTE NOCH IMMER)
BIS SPAETER
TINA
P.S. GROSSES DANKE AN PETER, DER HIER DIE FOTOS NACHTRAEGLICH EINFUEGT.
IST SCHICK.
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