Mittwoch, 21. November 2007

To-kyoto (das östliche Kyoto)

Tokiorundfahrt war heute angesagt. Wir sahen uns zunächst den Kaiserpalast und den Meiji-Schrein an. Was ich ja letztes Jahr schon gesehen habe. Eines hatte ich aber letztes Jahr nicht besichtigt – das Rathaus von Tokyo. Und das war die dritte Station am heutigen Tag. Das Rathaus steht im Stadtteil Shinjuku und wurde zwischen 1988 und 1991 erbaut. Dort wird von 13000 Beamten die gesamte Stadt Tokyo verwaltet. Es ist 243 m hoch und man kann gratis zu einer Aussichtsplattform hochfahren. Von dort aus sahen wir nun die gesamte Stadt von oben. Es ist schon unglaublich. Soweit das Auge reicht sieht man nur Häuser bis an den Horizont. Sogar den Fuji konnte man erahnen.

Nach dem Mittagessen stand noch die Besichtigung des Asakusa Tempels und Schreines auf dem Plan. Die hatte ich ja auch letztes Jahr schon gesehen. Diesmal war aber eines der Eingangstore, welches letztes Jahr gerade renoviert wurde, fertig gestellt.

Nun hatten wir Freizeit. Ein Teil der Reisegruppe fuhr nun nach Ginza, der Einkaufsmeile in Tokyo. Einige wollten auch Karten für das Kabuki Theater. Da ich auch das beides schon kannte, entschied ich mich dafür, mein Kimono-Outfit zu vervollständigen und zu perfektionieren. Ich habe also noch einen richtigen Obi gekauft und zwei Gürtel, die ich noch brauchte. Das musste ich am Abend noch ausprobieren. Stephan und ich schmissen uns also wieder in Schale. Es dauerte wohl ca. 45 Minuten bis wir alle 6 Gürtel um den Kimono hatten, aber das Ergebnis war 1a.
Eigentlich wollten wir noch mal Tokyo so kostümiert unsicher machen, aber draußen stürmte es regelrecht. Wind mit einer Geschwindigkeit von 18 m/s. Und ich habe endlich festgestellt woher meine blauen Flecken zwischen den Zehen kamen..... von den Getas. Weit laufen konnte ich also nicht in den japanischen Schuhen. Also beschlossen wir noch einen Drink in der Bar zu nehmen und ernteten wieder allerhand erstaunte Blicke im Hotel. Dann trafen wir auch noch richtige Japanerinnen im Kimono, die uns kritisch musterten. In der Bar brachte uns ein Kellner auch gleich Servietten, dass wir uns ja nicht vollkleckern.
Und es gab wieder ein Schauspiel zu beobachten. Am Tisch neben uns hatte wieder ein älterer Japaner ein junges Mädchen abgeschleppt. Die war schon total abgefüllt. Aber sie hatte eine Louis Vuitton Handtasche dabei. Wahrscheinlich die Bezahlung für die kommende Nacht. Wozu braucht eigentlich jede Japanerin eine von diesen, meiner Meinung nach absolut hässlichen, Handtaschen?Kaum waren die beiden gegangen kam auch schon das nächste Pärchen rein. Gleiches Schauspiel.

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