Guten Abend Osaka!
Also heute Abend ist dieses Hotel ja richtig spitze! Ich bin im Sheraton in Osaka und hier kann ich das Internet sogar eine halbe Stunde gratis benutzen. Und da hier eh keiner ist, vielleicht auch laenger. Aber nun zu meinem Tagesbericht.
Zunaecht einmal sind wir wieder auf das Festland (so nannte es unserer Reiseleitung aber soweit ich weiss, ist Japan eine Insel!) zurueck gefahren. Aber nicht mit dem Schiff (zum Glueck) sondern ueber die Seto ohashi - die "grosse Bruecke ueber das Binnenmeer". Sie wurde erst 1988 fertig gestellt und ist 9,4 km lang und es hat 10 Jahre gedauert, ehe sie fertig gestellt worden ist.
Danach ging es nach Himeji, wo wir das Himeji-jo (das Schloss) besichtigt haben. Ein Traum. Das Schloss steht erhoeht auf einem 46 m hohem Huegel und trohnt ueber der Stadt.
Das Schloss selbst ist noch einmal 45 m hoch und damit kaum zu uebersehen. Das Besondere: zunaechst einmal ist es auf einem stabilen Steinfundament gebaut. Dieses Fundament hat bisher jedem Erdbeben standgehalten, obwohl das Schloss selbst wohl schon mal bei einem Beben zerstoert wurde. 1580 wurden die ersten drei Stockwerke des Schlosses gebaut und 1601 wurde es um weitere zwei Stockwerke erweitert. Und noch etwas Besonderes gibt es. Die Holzwaende wurden mit weissem Lehm verkleidet. Erstens wurde damit das Holz haltbarer gemacht, weil es dem Wetter nicht so ausgesetzt ist und zweitens wurde es so gegen Feuer geschuetzt. Die weisse Farbe hat dem Schloss auch seinen Spitznamen gegeben: "Weisser Reiher".
Das Schloss gehoert im uebrigen zum Weltkulturerbe.
Mittagessen gab es in einem Lokal gleich gegenueber der Burg. Daher hatten wir einen wunderschoenen Panoramablick auf das Schloss und haben zum ersten mal ein "westliches Mittagessen" genossen. Gebeizter Lachs, Suppe, Rindfleisch und Gemuese und Pudding und es gab einen richtigen echten Kaffee! Die Reiseleiterin meinte auch, dass heute am Tisch viel mehr gesprochen und gelacht wurde, als bei den japanischen Mittagessen......ohne Worte
Und dann traten wir die lange Reise nach Osaka an. Osaka ist riesig. Mit seinen 2,6 Mio Einwohnern einer der groessten Staedte Japans. Aber es unetrscheidet sich (fuer mich jedenfalls) nicht wesentlich von Tokyo.
Erste Station in Osaka.... Kuchu Teien Tenbodai..... ein riesiger Buerokomplex mit einer Aussichtsplattform (The floating garden). Dort sind wir natuerlich hoch, um den wunderbaren Ausblick ueber die gesamte Stadt zu geniesen. Von dort aus sieht man sogar das Schloss von Osaka, das ganz verloren zwischen tausenden von Hochhaeusern steht.
Von Hochhaus ging es dann ins Hotel und von dort aus sind wir losgezogen ins Vergnuegungsviertel..... dazu kann ich nicht viel sagen, denn mir fehlen einfach die Worte fuer dieses "Chaos". Bars, Kneipen, Pachinko (Spielhallen), Karaoke.... alles auf einem Haufen. Es blinkt an allen Ecken und Enden und man wird mit Musik und Werbung dermassem zugedroehnt, dass einem regelrecht der Kopf weh tut. Zum Glueck verstehe ich nichts, sonst waere es wohl noch schwerer zu ertragen.
Auf alle Faelle bin ich noch in ein Elektro-Kaufhaus gegangen! Ein Traum fuer jeden Technikfreak. Hier habe ich auch noch eine Speicherkarte fuer den Fotoapparat bekommen und bin jetzt glaub ich fuer den Rest des Urlaubs geruestet (ich habe schon an die 500 Fotos gemacht!). Und fast haette ich mir ein japanisches Handy gekauft. Die find ich echt genial. Voellig anderes Design als deutsche Handys. Leider weiss ich nicht, wo der Kostenpunkt liegt (weil Handy ohne Vertrag) und ob die Menues auch in Englisch vorhanden sind. Und der Verkaufer... nun ja, die Sprachbarriere hat wieder zugeschlagen.
Postkarten habe ich nun auch alle geschrieben und nun kann der Urlaub weitergehen.
Morgen werde ich wahrscheinlich nicht schreiben, denn morgen gehe ich ins Kloster. Das liegt ganz oben in den Alpen (bei 900 m Hoehe glaube ich) und da soll es wohl schon ziemlich kalt sein. Auch gut, so kann ich wenigstens mal die ganzen Pullis auspacken, die ich voellig umsonst bisher mit mir rumgeschleppt habe (denn wir haben 25 Grad hier!).
Dann also bis uebermorgen, wenn ich bekehrt und glaeubig hoffentlich in der alten Kaiserstadt Kyoto ankomme.
Dickes Kuesschen nach Hause.
Tina
Freitag, 9. November 2007
Osaka - こんばんわおさか
Eingestellt von
Tini
um
13:25
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