was soll ich jetzt bloß tun?
Ich habe nun die Info erhalten, dass noch Plätze für Sapporo frei sind. Müsste mich aber so schnell wie möglich jetzt entscheiden. Nun ist aber das Problem, dass Michi nicht mitfahren kann. Erstens hat er zu der Zeit keinen urlaub und zweitens ist das ganze ja auch wieder eine Preisfrage. Meine Mutter sagt mir nun, dass es wohl anständiger von mir wäre, wenn ich nicht wieder allein nach Japan fahren würde.
Jetzt steck ich wieder in der Zwickmühle zwischen dem was ich gerne möchte (also doch allein zum Schneefestival fahren... schließlich sind das nur 8 Tage und das im Februar.... da brauch ich ausnahmsweise mal keine Rücksicht aufs Orchester zu nehmen, weil wir das keine Auftritte haben!) und dem was "Anständig" ist
Kann mir mal jemand einen Tipp geben, wie man diese Situation löst?
Mittwoch, 12. Dezember 2007
Ich brauche einen guten Rat
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Tini
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09:22
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Montag, 10. Dezember 2007
Ich kann vielleicht bald wieder fliegen
Also sollten noch Plätze für die nächste Reise frei sein, dann heißt es am 4.2.2008 "Auf nach Sapporo. Dort findet dann nämlich das Schnee- und Eisfestival statt.... und ich lerne endlich Hokkaido kennen.
Mega Grins
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Tini
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18:34
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Samstag, 24. November 2007
Noch 2 Erlebnisse
Nachdem mich nun alle Welt nach meinen Erlebnissen ausfragt ist mir aufgefallen, dass ich zwei Anekdoten in meinen Berichten völlig vergessen habe. Das möchte ich noch nachholen.
Das erste Erlebnis war in dem Ryokan, in dem wir übernachteten. Wie schon gesagt, die Badbox war so klein, dass ich mit den Knien an die Wand stieß, wenn ich auf dem Klo saß. Daher lies ich immer die Türe offen um bequemer sitzen zu können. So auch am Freitag Morgen. Die Zimmertüre hatte ich vorsorglich zugeschlossen, die Badtüre offen und ..... . Plötzlich macht sich jemand an der Zimmertüre zu schaffen. Naja, dachte ich, sie ist ja zum Glück zugeschlossen. Dann kuckte ich aber schon nicht schlecht, als jemand die Türe mit einem Schlüssel öffnete. Es war das "Zimmermädchen" (es war ein älterer Herr mit Mundschutz und Handschuhen!), der mich da auf dem Klo überraschte. Er kuckte kurz und fragte mich auf japanisch ob er das Bett (den Futon) wegräumen darf. Ich muss wohl ziemlich entgeistert geschaut haben (vor allem weil er Zimmertüre sperrangelweit offen lies!) und konnte nur "dozo" (bitte schön) sagen. Er ging also in aller Seelenruhe ins Zimmer und fing an das Bett abzuziehen und wegzuräumen. Kopfschüttelnd ging ich dann zum Frühstück.
Das zweite Erlebnis war in Nikko. Unsere Reisegruppe stand gerade am Eingangstor und wartete darauf, dass ein Angestellter des Toshogu Schreins uns durchzählte. Von hinten kam eine kleine Gruppe Japaner mittleren Alters. Die hatten sich wohl schon morgens zum Frühstück einen ordentlichen hinter die Binde gekippt (oder es war vom Vortag?) auf jeden Fall kamen sie leicht schwankend und mit einer Alkoholfahne angetrottet. Einer fiel auf der Treppe zum Eingangstor auf die Nase. Wir feixten nur. Dann kam er direkt auf Stephan, der neben mir stand, zu. Dazu muss ich erwähnen, daß Stephan (unsere Fledermaus - grins) immer in schwarz gekleidet war - schwarzer Mantel, schwarze Hose, schwarze Schuhe, schwarzer Hut. Auch für Japan eine recht spektakuläre Kleidung. Der Japaner, der sich Sekunden zuvor noch auf der Treppe gesielt hatte, kam direkt auf Stephan zu und gab ihm die Hand. Das schien dem Rest der japanischen Männer zu gefallen, auf alle Fälle lachten alle über diesen „Gag“. Unsere Reisegruppe (da wir immer noch warten mussten) lies dann die kleinere Gruppe Japaner vorbei. Der letzte der Gruppe blieb neben Stephan stehen, schaute mich an, zeigte auf mich und fragte Stephan auf Japanisch ob ich seine Freundin wäre. Stephan schaute mich an, grinste bloß und meinte "Iie" (nein). Daraufhin schaute der Japaner wieder zu mir und sagte "Kawaii" (niedlich). Ich deutete eine höffliche Verbeugung an und sagte "domo arrigato gozai masu" (vielen lieben Dank). Da war der Japaner völlig entsetzt. Er hatte weder damit gerechnet, dass Stephan Japanisch verstand, noch damit, dass ich ihn verstand. Und das war ihm sehr sehr peinlich. Entsetzt drehte er sich um, lief im Laufschritt zu seiner Gruppe und murmelte, sich noch mal umdrehend, so was wie "die verstehen ja Japanisch".Der Rest unsere Reisegruppe kam zu mir und fragte mich nun, was los gewesen wäre. Die glaubten wahrscheinlich alle, ich hätte den Japaner beleidigt oder so was, weil er gleich weglief. Jedenfalls bildete dieses Thema auch noch Gesprächsstoff während unseres letzten Abendessens. Eine unserer Mitreisenden erzählte die Geschichte unserer Reiseleitung die mich daraufhin anschaute und meinte ich wäre wirklich "kawaii".
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Tini
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08:31
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Donnerstag, 22. November 2007
Der Alltag hat mich wieder
Schrecklich. Innerhalb von 24 Stunden ist der Alltag zurück gekehrt und man fragt sich morgens um sieben beim aufstehen: "War was? Bin ich wirklich da gewesen?"
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Tini
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09:41
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Mittwoch, 21. November 2007
Wenn einer eine Reise tut
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben..... und erzählen.
Fast dachte ich, dass ich zur Rückreise gar nix sagen kann. Ein Fehlschluss. Zunächst lief ja alles gut. Morgens ging es mit dem Bus nach Narita zum Flughafen. Auf der Fahrt lies die Reiseleitung noch einmal alle Stationen unserer Rundreise Revue passieren.
Am Flughafen kamen die ersten Schwierigkeiten. Der Check in dauerte mindestens 15 Minuten. Zunächst war das Problem das die junge Frau hinter dem Schalter nicht richtig Englisch sprach. Dann suchte sie meinen Flug im Computer, dann meinen Namen (ok für einen Japaner muss das auch kompliziert sein). Dann stellte ich fest, dass sie mich nur bis Frankfurt eingecheckt hatte. Also fragte ich, ob sie nicht wenigstens das Gepäck bis Dresden durchschicken könne, da ich sonst meinen Anschlussflug nie schaffen würde. Das hat dann auch noch mal 10 Minuten gedauert, ehe das Gepäck auf dem richtigen Weg und ich nun doch beide Bordkarten in der Hand hatte.
Fumi-san (die Reiseleitung) verabschiedete sich von allen persönlich und bedankte sich noch mal für das Trinkgeld. Sie fragte mich, ob ich ihr meine Adresse geben könne. Sie hatte in irgendeinem Laden oder so einen Sumokalender entdeckt. Den will sie mir noch organisieren und mir mit der Post schicken. Na mal sehen. Den Kalender bekommt man eigentlich nur, wenn man in einem Fanclub Mitglied ist. Und alle meine Versuche in so einen Klub einzutreten sind bisher fehlgeschlagen.
Alle versuchten am Flughafen noch einmal ihr Kleingeld loszuwerden. Ich auch. Trotzdem habe ich 44000 Yen wieder mit nach Hause gebracht.
Um 12 Uhr hieß es einsteigen. Alles lief perfekt. Dann rollten wir auf die Startbahn raus und von da gleich wieder zurück zur Parkposition. Na toll. Ich sah schon meinen Anschlussflug ohne mich abheben. Begründung: Bei den Checks hatte ein System, welches auch immer, eine Störung angezeigt. Und die musste behoben werden. Mir wurde schon mulmig. Trotzdem hoben wir 20 Minuten später ab.
Auf dem Flug fielen dann bei einigen Sitzen die Fernsehgeräte aus.
Ich konnte nicht schlafen und vertrieb mir die Zeit mit den Filmen License to wed und Transformers. Einer schlechter als der andere. Dann hab ich mir noch Die hard 4 rein gezogen. Den hab ich zwar schon im Kino gesehen, aber naja, das war wohl auch besser so, denn die Japaner hatten einige Szenen aus dem Film raus geschnitten.
Kaum in Frankfurt gelandet ging die Rennerei los. Musste ja den Anschlussflug kriegen und der ging kurioserweise plötzlich eine halbe Stunde früher als in meinen Reiseunterlagen stand. Die Zeit war knapp und ich musste ja vom Haus B ins Haus A rüber wechseln. Und dann noch mal durch die Handgepäckkontrolle. Warum auch immer. Ich meine, ich steige gerade aus einem Flieger...... woher soll ich da die Bombe haben, die sie in meinem Handgepäck suchen?
Zum Glück ging alles schnell.
Ich kam gut in Dresden an, auch mein Gepäck. Aber dann hielt mich der Zoll an um mich zu filzen. Resultat, ich musste Zoll für meinen Kimono bezahlen. Pi mal Daumen setzte der Beamte 200 Euro fest, die ich verzollen müsste. Was will man sich dagegen wehren. Ich bin ja froh, dass er meine Tasche nicht auseinander genommen hat, dann hätte er nämlich noch mehr zum verzollen gefunden. Zum Beispiel meine Weste. Leider hatte ich nicht genügend Euro mit, um den Zoll (27 Euro immerhin) zu bezahlen. EC-Karte ging auch nicht, weil ich natürlich meine Geheimzahl vergessen habe! Ich fragte spassenshalber den Beamten ob er nicht Yen akzeptieren würde....... und erntete dafür böse Blicke.
Zum Glück warteten Mutti und Micha draußen! Da ging ich dann raus und wurde stürmisch begrüßt. Und meine ersten Worte... „ich brauch mal schnell 10 Euro“........
Damit geht meine Reise zu Ende.
Fazit: Ich bin immer noch verrückt auf Japan. Will unbedingt noch nach Hokkaido, Kyushu und Okinawa sehen (denn dort war ich noch gar nicht). Auch wenn ich vom Essen nicht so begeistert war. Meine Sprachkenntnisse muss ich unbedingt noch verbessern und ich habe ganze 4 Karten (7 GB) mit Fotos und Videos voll bekommen! Und das Hello Kitty Fieber hat mich auch erwischt........ Resultat 14 Handyanhänger.
Video / Fotoabend folgt.
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Tini
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21:37
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Der letzte Tag in Japan
Letzter Tag in Japan. Heute Morgen mussten wir wieder früh aufstehen. Mit dem Bus ging es zur Asakusa Station und von dort mit dem Zug nach Nikko. Nikko hab ich ja auch schon gesehen, allerdings nicht den Rinno-ji Tempel. Der Tempel stammt aus dem 8. Jahrhundert und wurde von Shodo Shonin (einem Priester) gegründet. Im Tempel selbst sind drei heilige Figuren zu bewundern. Diese sollen die drei heiligen schintoistischen Berge symbolisieren.
Danach sind wir kurz durch den Toshogu Schrein geschlendert, aber einige Dinge, die ich letztes Jahr gesehen habe, wurden leider nicht angeschaut. Das Mausoleum selbst haben wir nicht gesehen und ich wäre zu gerne noch mal in die Halle mit dem Drachen gegangen.
Dafür fuhren wir nun zu den Kegon-Fällen. Da hatte ich ja letztes Jahr das Pech, dass schlechtes Wetter war. Diesmal war es zwar kalt, aber dafür sonnig.
Zunächst sind wir aber erstmal an den Chuzenji-See. Ein kurzer Stopp für das Mittagessen und für ein Foto. Und dann sind wir noch ein Stück weiter zu den Ryuzu-Fällen gefahren. Eigentlich ist das kein richtiger Wasserfall, sondern mehr eine Kaskade. Der Bus setze uns oben ab und man konnte entlang des Flusslaufes zum See hinab laufen. Am Rande des Flussbettes lag sogar noch Schnee, der morgens dort gefallen sein soll. Unten angekommen fließt das Wasser rund um einen Felsen, der wohl so wie ein Drachenkopf aussehen soll (daher heißt der Wasserfall auch so – ryu = Drache). Ich hab keinen Drachenkopf gesehen.
Danach noch ein kurzer Stopp auf der anderen Seite des Chuzenji-Sees. Dort konnten wir den Fuji von Nikko sehen. Eigentlich ein total unspektakulärer Berg. Aber weil er nun eben genau die Form des Fuji hat, wird er eben so genannt.
Dann noch ein kurzer Stopp bei den Kegon Falls, die den Ablauf des Chuzenji-Sees bilden und den Ursprung des Oshiri Flusses. Angeblich soll jedes japanische Kind diesen Wasserfall zeichnen können.
Ein kurzer Bummel durch die Souvenirläden und dann ging es mit dem Bus über die Serpentinen zurück zum Bahnhof. Unterwegs sahen wir sogar noch einige Affen für die Nikko ja eigentlich auch berüchtigt ist. In der Stadt haben wir sogar eine Affenmutter mit ihrem Baby erspäht, die gemütlich die Strasse überquerte.
Gegen 19.15 Uhr trafen wir wieder in Tokyo ein und die Reiseleitung lud uns zum letzten Abschlussessen ein. Da wir alle das Kobe-Fleisch so genossen haben, durften wir noch einmal grillen gehen. Das heißt, der erste Gang war auf die Toilette. Und da war ich dann doch sehr erstaunt. Dort befindet sich immer eine Flasche mit Mundspüllösung und Becher. Find ich seltsam in einem Restaurant. Aber gut.
Für den ersten Gang beim Essen grillten wir Jakobsmuscheln über dem Feuer, anschließend Rindfleisch und danach kam auch noch ein riesiger Teller mit Hühnchenfleisch. Kein Wunder, dass wir alle runde Bäuche hatten. Die Reiseleitung spendierte uns sogar das erste Getränk.
Da es das letzte Essen war, bedankten wir uns bei unserer Reiseleitung. Die Erklärungen waren zwar häufig in einem recht schwer verständlichen gebrochenen Deutsch aber alles in allem, war es eine sehr schöne Reise.
Der Tag endete ziemlich spät im Hotel, da wir auch noch vom Restaurant zum Hotel zurück laufen mussten. Jetzt noch Koffer packen.........
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Tini
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21:31
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To-kyoto (das östliche Kyoto)
Tokiorundfahrt war heute angesagt. Wir sahen uns zunächst den Kaiserpalast und den Meiji-Schrein an. Was ich ja letztes Jahr schon gesehen habe. Eines hatte ich aber letztes Jahr nicht besichtigt – das Rathaus von Tokyo. Und das war die dritte Station am heutigen Tag. Das Rathaus steht im Stadtteil Shinjuku und wurde zwischen 1988 und 1991 erbaut. Dort wird von 13000 Beamten die gesamte Stadt Tokyo verwaltet. Es ist 243 m hoch und man kann gratis zu einer Aussichtsplattform hochfahren. Von dort aus sahen wir nun die gesamte Stadt von oben. Es ist schon unglaublich. Soweit das Auge reicht sieht man nur Häuser bis an den Horizont. Sogar den Fuji konnte man erahnen.
Nach dem Mittagessen stand noch die Besichtigung des Asakusa Tempels und Schreines auf dem Plan. Die hatte ich ja auch letztes Jahr schon gesehen. Diesmal war aber eines der Eingangstore, welches letztes Jahr gerade renoviert wurde, fertig gestellt.
Nun hatten wir Freizeit. Ein Teil der Reisegruppe fuhr nun nach Ginza, der Einkaufsmeile in Tokyo. Einige wollten auch Karten für das Kabuki Theater. Da ich auch das beides schon kannte, entschied ich mich dafür, mein Kimono-Outfit zu vervollständigen und zu perfektionieren. Ich habe also noch einen richtigen Obi gekauft und zwei Gürtel, die ich noch brauchte. Das musste ich am Abend noch ausprobieren. Stephan und ich schmissen uns also wieder in Schale. Es dauerte wohl ca. 45 Minuten bis wir alle 6 Gürtel um den Kimono hatten, aber das Ergebnis war 1a.
Eigentlich wollten wir noch mal Tokyo so kostümiert unsicher machen, aber draußen stürmte es regelrecht. Wind mit einer Geschwindigkeit von 18 m/s. Und ich habe endlich festgestellt woher meine blauen Flecken zwischen den Zehen kamen..... von den Getas. Weit laufen konnte ich also nicht in den japanischen Schuhen. Also beschlossen wir noch einen Drink in der Bar zu nehmen und ernteten wieder allerhand erstaunte Blicke im Hotel. Dann trafen wir auch noch richtige Japanerinnen im Kimono, die uns kritisch musterten. In der Bar brachte uns ein Kellner auch gleich Servietten, dass wir uns ja nicht vollkleckern.
Und es gab wieder ein Schauspiel zu beobachten. Am Tisch neben uns hatte wieder ein älterer Japaner ein junges Mädchen abgeschleppt. Die war schon total abgefüllt. Aber sie hatte eine Louis Vuitton Handtasche dabei. Wahrscheinlich die Bezahlung für die kommende Nacht. Wozu braucht eigentlich jede Japanerin eine von diesen, meiner Meinung nach absolut hässlichen, Handtaschen?Kaum waren die beiden gegangen kam auch schon das nächste Pärchen rein. Gleiches Schauspiel.
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Tini
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21:26
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Vous êtes arrivé à votre destination finale
Der Morgen war sonnig, aber kalt. Macht nix. Wir wurden für die Kälte von einem klaren Blick auf den Fuji belohnt.
Erste Station heute: die Schwefeldampffelder von Hakone (Owakudani - „großes kochendes Tal). In den Bergen entspringt dort aus zahlreichen Quellen heißes Schwefelwasser. Überall riecht es nach faulen Eiern. Das schlimme ist, dass sie dort auch noch Eier verkaufen! Die Eier werden in dem heißen Schwefelwasser gekocht und werden dadurch schwarz. Isst man ein solches Ei soll man angeblich 7 Jahre länger leben. Eine gute Nachricht für die Raucher also, die auf diese Weise ihr durch Rauchen verkürztes Leben wieder verlängern können. Also ausprobiert hab ich es nicht, denn die Eier gab es nur im 6er Pack und was will ich 42 Jahre länger leben?
Danach ging es runter zum Ashi-See. Von Hakone aus nahmen wir eines der Linienschiffe, die den See überqueren. Es war zwar ziemlich kalt, aber der Anblick der Herbstlandschaft war schon nicht schlecht.
An der dritten Station stiegen wir aus. Dort liegt eine alte Zollstation, die wir allerdings nur von außen ansahen. Früher musste hier jeder, der von Edo (Tokyo) nach Kyoto wollte über den Hakoneberg durch diese Station durch. Sollte einer erwischt werden, der nicht an dieser Zollstation vorbei ging, dann wurde das mit dem Tod bestraft! Grund: man wollte vermeiden, dass geheime Nachrichten transportiert wurden.
Wir fuhren nun mit dem Bus über den besagten Berg von Hakone ans Meer. Dort liegt gleich neben der Autobahn der Strand.... zum Glück sonnen sich die Japaner nicht. Am Strand entlang fuhren wir nach Kamakura. Kamakura war mal für kurze Zeit im 14. Jahrhundert die Hauptstadt von Japan. In Kamakura gab es Mittagessen in einem super schicken Hotel. Der Rahmen war ja ganz angenehm. Leider war wohl französische Woche und so fielen die Portionen total klein aus.
Nach dem Essen besuchten wir mit knurrendem Magen den Daibutsu und den Hachimangu Schrein. Beides hab ich ja letztes Jahr schon gesehen. Was ich noch nicht kannte war das Shichi-go-san Fest. Die Kinder werden am Shichi-go-san von ihren Eltern (und oft auch Großeltern) zum Shintō-Schrein des Ujigami der Familie begleitet. Die Kinder (und oft auch die älteren weiblichen Verwandten) sind zu dieser Gelegenheit in ihren besten, traditionellen Gewändern (Kimono) gekleidet. Am Schrein wird dann aus Dankbarkeit für das bisherige Glück und für zukünftige Gesundheit und Sicherheit gebetet. Wir haben also im Hachimangu zahlreiche kleine Püppchen gesehen, die in den schönsten Kimonos zum Schrein liefen. Natürlich waren alle Fotoobjekt Nummer eins. Unsere Reisegruppe machte sich schon fast einen Sport daraus, die Kleinen zu fotografieren.
Und dann ging es endlich nach Tokyo. Die letzten drei Nächte der Reise durften wir wieder in einem fünf Sterne Hotel nahe der amerikanischen Botschaft verbringen. Der Stadtteil Roppongi ist nicht weit von da. Die Stadt selber kannte ich ja schon ein bisschen und daher bot ich an, abends Roppongi Hills zu besuchen, da ein weiteres Abendprogramm von der Reiseleitung auch nicht geplant war. Roppongi Hills ist ein Hochhaus mitten in Tokio mit einer Plattform von der aus man 360 Grad in der Runde Tokio von oben sieht. Gesagt getan. Stephan und ich zogen also los..... natürlich in die falsche Richtung. Nach 15 Minuten merkten wir, dass wir auf dem Plan gar nicht da waren, wo wir eigentlich hin wollten. Eine nette Japanerin eilte uns zu Hilfe und erklärte uns den Weg auf Englisch. Wir bedankten uns auf Japanisch. Daraufhin war sie so begeistert, dass sie uns den Weg noch einmal auf Japanisch erklärte..... das war der Punkt, wo ich wieder mal nur Bahnhof verstand. Stephan nickte jedoch eifrig. Wir gingen den Weg also quasi wieder zurück.
Nach einer Weile kamen wir an eine viel befahrene Kreuzung. Mitten auf der Kreuzung stand ein Taxi...... eigentlich ganz normal. Nur dann fuhr der Typ plötzlich rückwärts über die ganze Kreuzung! Und da knallte es auch schon. Keine Ahnung, wohin der Taxifahrer eigentlich fahren wollte, auf alle Fälle rammte er einen rechts abbiegenden Van volle Kanne. Beide Fahrzeuge räumten die Kreuzung und hielten an der Seite an. Der Taxifahrer kam auch gleich zum Van rüber gelaufen und wäre auf der Kreuzung selbst fast noch überfahren worden. Noch ein lebensmüder Japaner in Tokio!
Nach 40 Minuten laufen kamen wir dann endlich bei Roppongi Hills an und genossen auch die Aussicht. Noch ein schnelles Sushi im Restaurant und wieder zurück ins Hotel. Im Restaurant haben wir einen Amerikaner aus Kalifornien kennen gelernt. Mit dem haben wir dann eine Weile gequatscht und uns für nächstes Jahr im gleichen Restaurant verabredet. Wir werden sehen, ob das klappt.
Im Hotel wollte ich dann endlich die drei Tage Reisebericht nachholen. Ich ging an die Rezeption und fragte freundlich nach einem Computer. Man sagte mir, dass es einen Computer im Hauptgebäude gibt (das Hotel war in zwei Häuser geteilt und wir waren im Südflügel untergebracht). Aha. Im Hauptgebäude angekommen sagte man mir aber dann, dass der Computer im Businessraum steht. Und der Businessraum ist am Wochenende geschlossen. Ich solle mich beim Assistent Manager melden um den Schlüssel eventuell zu bekommen. Der war aber nicht da. Frustriert ging ich aufs Zimmer und von dort aus in die Bar.
In der Bar gab es dann auch noch ein schönes Schauspiel. Neben uns saß ein japanisches Paar. Wahrscheinlich hatte der Japaner die junge Frau wohl abgeschleppt und zum Trinken eingeladen. Und er war nun stockbesoffen und schnarchte auf seinem Barhocker. Ab und zu kippte der Kopf nach hinten. Dann wieder nach vorn. Dann nahm sie ihm freundlicherweise die Brille ab, so dass er es bequemer hatte. Wir haben uns köstlich über die beiden amüsiert.
Das entschädigt etwas für den Computer. Eigentlich wollte ich ja nicht nur den Reisebericht schreiben, sondern auch Simon eine Mail schicken. Simon ist mein Sumo-Korrespondent bei sumotalk.com. Wir wollten uns ja in Tokyo treffen und in einer Bar Sumo schauen. Wenn ich schon mal da bin. Und nun hatte ich keine Möglichkeit ihn zu kontaktieren, weil ich auch seine Telefonnummer nicht hatte.
Mal ehrlich ein 5 Sternehotel und keine Möglichkeit das Internet zu nutzen...... das alles in Tokyo, der Stadt der Technik......... aber ein eigener Faxapparat in meinem Zimmer, der mir absolut gar nix nutzt!
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Tini
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21:17
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Ein schneebedeckter Fujiyama
Erste Besichtigung des Tages war das Gegenstück des gestrigen Schreins. Gestern war es der Niedere Schrein und jetzt fuhren wir zum „Oberen Schrein“.
Sein eigentlicher Name ist Kami-sha. Er befindet sich in der Stadt Suwa. Ursprünglich gab es zehn Tempel um ihn herum, neun davon wurden im Zuge des Shinbutsu-Bunri zerstört. Er besteht aus zwei Teilen, dem hongū bzw. hon-miya mit Take-mi-nakata als einzigem Kami (der honden wird jukken-rō genannt) und dem mae-miya (auch zengū, mit Yasaka-tome als Kami; in dessen Uchi-mitama-den wird das nigi-mitama des Kami im honden verehrt).
Seitlich dieses Schreins ist eine Anlage, direkt für mich angelegt. Da gab es nämlich einen Sumoring. Daneben ein Denkmal des Raiden Tameimon (Donnerschalg). Das war mal ein Sumoringer und er gilt bis heute als der erfolgreichste obwohl er nie Yokozuna wurde. Raiden hatte im Laufe der Jahre 28 der bestrittenen 35 Turniere gewonnen, davon sieben ohne eigene Niederlage oder Unentschieden. Seinen 254 gewonnenen Begegnungen standen nur zehn Niederlagen gegenüber. Das entspricht einer Erfolgsrate von 96,2%. Raiden konnte elf Turniere hintereinander und 44 Kämpfe in Serie für sich entscheiden. Das war allerdings alles im 19. Jahrhundert.
Von Suwa zogen wir nun weiter. Unser Mittagessen mussten wir uns heute jedoch selber zubereiten. Wir lernten, wie man Sobanudeln herstellt. Das sind Buchweizennudeln (80% Buchweizenmehl, 20% Weizenmehl). Ein echtes Erlebnis. Wir wurden dazu in Gruppen geteilt, bekamen die Anleitung einer Küchenfrau und mussten selbst mit Hand anlegen. Aber da schmeckt es doch auch gleich doppelt so gut. Die fertigen Nudeln wurden quasi sofort gekocht und auch gleich verspeist..... wenn das nicht frisch ist!
Und nun weiter zum Fuji. Nun gut. Hier beginnt also nun der Teil der Reise, den ich eigentlich von meinem letzten Japanbesuch her kenne. Wiederholen möchte ich mich nicht. Wer mehr erfahren will, kann meinen Reisebericht aus dem letzten Jahr lesen.
Nun ja. Irgendwie kann mich der Fuji nicht leiden. Letztes Jahr hat er sich schon in Wolken gehüllt und auch diesmal wollte er nicht so richtig. Dabei gab es diesmal mehr zu sehen, als letztes Jahr. Schließlich schmückt er sich auf seinen 3776 m mit Schnee. Da die 5. Station bei 2340 Höhenmetern direkt in den Wolken lag, konnte man absolut nix sehen. Also schaute ich mir den kleinen Shintoschrein an, der zwischen den vier (!!!) Souvenirläden liegt. Als ich wieder zurück kam, hat sich die Wolkendecke doch für ca. 2 Minuten aufgezogen und wir konnten doch noch jeder ein Foto schießen. Leider haben wir die fünf Seen, die rund um den Fuji liegen, nicht gesehen. Am Fuß des Fuji liegt noch ein echter Urwald (so nannte es die Reiseleitung). Der wäre wohl so undurchdringlich, dass sich jeder, der dort eindringt, verläuft. Trotzdem ist ein Teil des Waldes vom nahe gelegenen Militärstandort zum Übungsplatz umfunktioniert worden.
Vom Fuji sind wir dann noch nach Hakone rüber gefahren. Das ist ein sehr bekanntes Thermalbad. Leider lag unser Hotel wieder mal voll in der Pampa. Also keine Möglichkeit durch die Stadt zu stromern. Stattdessen hielten wir unterwegs an einem Supermarkt um unser Abendessen einzukaufen.
Das Hotel war eigentlich ganz ok. Bis auf......
Eigentlich wollte ich ja meinen Reisebericht weiter schreiben. Aber das Hotel hatte nur einen Computer mit Internetanschluss und der war gerade besetzt. Also dachte ich, versuchst es in einer Stunde noch mal. Fehlentscheidung. Als ich wieder runter kam, war der Computer gerade abgestürzt und ein netter junger Mann machte mir mit einem freundlichen „Ich warte gerade auf den Computer“ klar, dass ich ihn jetzt nicht nutzen darf. Außerdem wartete noch jemand darauf. Eine Stunde später und nach einem genüsslichem Bad konnte ich mich dann nicht noch mal durchringen runter in die kalte Lobby zu gehen.
Und dann profitierte ich von 9 bis 11.30 Uhr noch von einem begeisterten Karaokesänger. Fast jedes unserer Hotels war mit mindestens einer Karaokebox ausgestattet. Nur diese hier lag genau in der zweiten Etage unter meinem Fenster. Ich weiß nicht wieso, aber die Lautstärke war so blöde gerichtet, dass ich nur das Gejaule hörte, aber nicht die Musik dazu. Und das Ganze noch auf Japanisch bitte schön. Zum Glück ging das nicht die ganze Nacht!
Na dann Gute Nacht!
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Tini
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Von Takayama nach Suwa
Hallo. Sorry das ich mich soo lange nicht gemeldet habe. Die Erklärung dazu kommt in den folgenden Reiseberichten.
Wir schreiben also den 15.11. im Jahre 2007. Wir befinden uns in Takayama in einem Hotel am Rande der japanischen Alpen..... und ich habe sie dennoch nicht zu Gesicht bekommen. Am Morgen war es stark neblig und eiskalt.
Naja, so spare ich ein Foto auf meiner 3. Fotokarte ein. Aber schade ist es trotzdem.
Erste Station des Tages: der Marktplatz. Nun ja, wohl eher ein Marktplätzchen auf dem sich schnell mehr deutsche Touris als einheimische Kunden rum trieben. Besonderheit: es gibt dort eine Apfelsorte zu kaufen, die nur in Takayama wächst. Die wird dann auch noch speziell gekennzeichnet. Bevor die Äpfel reifen, klebt eine japanische Hilfskraft einen Aufkleber auf jeden Apfel am Baum. Diese Stelle bleibt dann bei der Reife weiß und wird nicht rot. Wenn die Äpfel abgenommen werden, dann reißt eine weitere Hilfskraft die Aufkleber wieder runter, so dass die Äpfel allesamt in japanisch direkt in der Schale beschriftet sind. Und natürlich gab es überall, wie in allen Souvenirläden in Takayama, die roten Puppen als Glücksbringer. Die roten Puppen, die stellen die alten Bauernfrauen im Winter her, wenn auf dem Hof nicht viel Arbeit ist. Sie haben kein Gesicht und sollen den Besitzer vor Dämonen schützen. Da hab ich dann sofort zugeschlagen, weil die hier wirklich handgemacht sind und nicht industriell hergestellt sind. Außerdem gab es sie günstiger, wenn man gleich 3 Stück nimmt.
Gleich hinter dem Markt befindet sich das alte Rathaus aus dem Jahre 1692. Das heißt, ursprünglich wohnte in dem Haus die Prinzessin Kanamori. Erst danach wurde es bis 1950 als Rathaus verwendet, nach dem Bau des neuen Rathauses restauriert und ist heute nun ein Museum. Prinzessin Kanamori war die Tochter irgendeines Shoguns. Daher befinden sich im Haus in der Eingangshalle überall Tapeten mit blauen Wellen. Dieses Design durfte nur in den Familienhäusern der Shogune benutzt werden. In den vielen weiteren Räumen des Hauses bekommt man wirklich einen Einblick, wie die Prinzessin gelebt haben muss. In den Gasträumen sieht man noch in den Nischen (die sich immer in den Gasträumen befinden) die Hängebilder. Diese müssen der Tradition nach immer der aktuellen oder der kommenden Jahreszeit angepasst werden. Man sieht auch wie das Teewasser über der Feuerstelle (die sich ohne Abzug mitten im Raum befindet!!) heiß gemacht wird.
Wie überall in solchen Sehenswürdigkeiten mussten wir auch hier bei der Besichtigung die Schuhe ausziehen. In japanischen Häusern liegt ja normalerweise kein Teppich, sondern nur diese Tatamis. Auf Socken, bei 5 Grad in einem zugigen Museum (überall waren die Türen geöffnet).... na bravo. Im Handumdrehen hatten alle Eisfüße. Mich wundert eigentlich nur, dass ich mich nicht sofort erkältet habe!
Nachdem unsere Füße in unseren Schuhen gerade etwas aufgewärmt waren, mussten wir aus dem warmen Bus auch schon wieder aussteigen. Wir waren beim Dorf Ogimachi in Shirakawa-gō angekommen. Das ist ein altes Bauerndorf, heute aber ein Museum. Rund um Takayama bis hin nach Suwa gibt es viele Stauseen. Beim Bau der Stauseen wurde viel Bauland durch Enteignung gewonnen. Auf dem Platz eines der Stauseen befand sich nun ein richtiges altes und erhaltenes Bauerndorf. Das Dorf zu zerstören empfanden zum Glück einige Japaner als schade und so wurde es abgebaut und hier in Sirakawa-go originalgetreu wieder aufgebaut. 1995 wurde es sogar wegen der einzigartigen Bauweise der Häuser zum Weltkulturerbe ernannt. Leider hatten wir auch hier zu wenig Zeit uns alle Häuser anzusehen. Man kann nämlich alle Häuser auch von innen besichtigen (das heißt natürlich wieder Schuhe aus). Aber das war echt interessant zu sehen, wie die Japaner einst gelebt haben. Vor allem die Hausschreine hatten es mir angetan.
Danach erlebten wir eine richtige Teezeremonie. Das ist ja in Japan sehr wichtig. In der Teestube, die wir besuchten, durften wir sehr kostbare Tassen benutzen. Sie werden von japanischen Künstlern hergestellt. Also für den Europäer, der jetzt hauchdünne Porzellantassen erwartet, sind die eher eigentümlichen Steingutbecher erstmal seltsam. Kaum zu glauben, dass die Dinger ein Vermögen wert sein sollen (eine Tasse um die 200 Euro und mehr, also nicht fallen lassen!). Es ist halt japanische Töpferei, die nichts mit deutschen Tassen zu tun hat.
Um richtig Tee zu trinken nimmt man die Tasse immer in beide Hände. Die eine Hand legt man flach an die Unterseite der Tasse. Mit der anderen Hand hält man sie seitlich und führt sie zum Mund. Da die Tasse sehr wertvoll ist und immer eine Schmuckseite besitzt, muss man auch darauf achten diese Seite den anderen Gästen oder dem Gastgeber zuzudrehen, damit er von der Schönheit profitieren kann. Aber zunächst einmal muss der Tee zubereitet werden. Das ist auch eine wahre Kunst und man braucht wenigstens 10 Jahre um zum Teemeister aufzusteigen (mindestens ein Jahr um die Zubereitungsregeln zu lernen, dann muss man noch Teepflanzen kennen und und und). Es geht hier nicht einfach ums Aufbrühen eines Tees. Nein, zunächst einmal hat die Zeremonie viel mit Schintoismus zu tun. Daher gibt es zahlreiche Regeln, die man bei der Zubereitung beachten muss. Auch ist der Tee kein Blättertee, sondern Teepulver. Dazu muss man ganz junge Triebe der Teepflanze schneiden und trocknen. Danach wird das Ganze zermahlen. Da sich dieses Pulver nur schlecht auflöst, wird der Tee auch mit einer Art Holzschneebesen (sieht aus wie ein Rasierpinsel) aufgeschäumt. Für den europäischen Geschmack vielleicht nicht das Wahre, aber ich muss sagen, mir schmeckt dieses Gebräu. Der Tee ist außerdem sehr gesund, weil man ja sozusagen die Teeblätter, die viele Vitamine enthalten, mitisst.
Bei der Teezeremonie bekommt man nun zunächst eine Süßigkeit während eine „Teepriesterin“ vorne den Tee zubereitet. Dann bekommt man eine Schale gereicht und verbeugt sich dankend (wir sitzen dabei auf dem Boden, also Verbeugung weit nach vorn und Danke sagen). Danach nimmt man die Tasse, dreht die Schmuckseite zum linken Nachbarn und fragt ihn höflich, ob er erlaubt, dass man zuerst trinkt (in der Regel, hat der Nachbar seine Tasse noch nicht, denn jede Tasse wird einzeln zum Gast gebracht). Der Nachbar antwortet „Bitte“ und dann nimmt man die Tasse und darf endlich trinken. Den Rest des Teeschaumes darf man ausschlürfen.
Nach diesem Erlebnis nahmen wir den Abo Pass (???) durch die japanischen Alpen nach Nagano und weiter zum Suwasee. Die Seeoberfläche befindet sich auf 759 m üer dem Meeresspiegel. Die Oberfläche des Sees ist 12,9 km² (24. Rang in Japan), der Umfang beträgt 17 km, die maximale Tiefe 7,6 m. Also nicht sehr tief. Auch gibt es hier viele Thermalquellen. Da wir gut durch den Verkehr gekommen sind, hatten wir noch Zeit den „Niederen Suwa Schrein“ zu besuchen. Sein eigentlicher Name ist Shimo-sha, er befindet sich im Dorf Shimosuwa im Landkreis Suwa. In ihm werden das Götterpaar und Koto-shiro-nushi (ein weiterer Sohn Ō-kuni-nushis) als Kami verehrt. Er besteht aus zwei honden (Haru-miya (Frühlings-Schrein) und Aki-miya (Herbst-Schrein)), in denen die Kami jeweils sechs Monate im Jahr verweilen und dann in einem frohen Fest (O-fune-matsuri) am 1. Februar bzw. am 1. August in den anderen getragen werden.
Aller 6 Jahre (nämlich im Jahr des Tigers und im Jahr des Affen) gibt es ein schintoistisches Fest, bei dem vier mindestens 16 m hohe Tannen von einem Berg zum Niederen und zum Oberen Schrein transportiert werden. Sie werden an den vier Himmelrichtungen rund um den Schrein aufgestellt. Der Mythologie nach wohnen auf den Spitzen der Tannen die Seelen der Götter und auf diese Weise, werden die Seelen in den Schrein geholt.
Auf dem Gelände des Niederen Schreins befindet sich nun wieder eine dieser Kiefern mit drei Nadeln (es gibt nur zwei Orte in Japan, wo diese Kiefer wächst – also hier und auf dem Koya-san).
Danach fuhren wir ins Hotel.... also vielmehr in den Ryokan. Das ist eine japanische Herberge. Zunächst einmal mussten wir am Eingang unsere Schuhe abgeben. Und man bekommt sie nicht wieder! Will man also spazieren gehen, zum Beispiel zum See, dann muss man Holzsandalen anziehen. Und das bei 5 Grad, denn hier am See ist es doch ziemlich frisch. Aber mal ehrlich, wer geht schon in Getas (so heißen die Dinger) spazieren? Das Zimmer ist eigentlich sehr groß und mit Bad (obwohl ich die Türe nicht zumachen kann, da ich mit den Knien an die Wand stoße, wenn ich auf dem Klo sitze). Natürlich gibt es wieder kein Bett. Im Zimmer steht nur ein niedriger Tisch. Aber ein Fernseher ist im Zimmer. Und der wurde genutzt das aktuelle Sumoturnier weiter zu verfolgen.
Danach gab es Abendessen.... auch ein Erlebnis. Denn in einem Ryokan gibt es natürlich rein japanisches Essen..... also Fisch und als Beilage Fisch und dazu noch mal Fisch. Man bot uns sogar an, den einen Fisch gleich mit Kopf und Schwanz zu verzehren. Zum Glück gab es noch Entenfleisch! Das hat mir den Abend gerettet. Und Stephan war so lieb seine Ente gegen meinen Fisch zu tauschen.
Als Abschluss zum Essen brachte uns die Reiseleitung Kraniche falten bei. Das war lustig. Weil sich einige doch etwas..........sagen wir ungeschickt anstellten.
Tja, damit wären die Ereignisse dieses Tages erzählt.
Eines noch.... ich habe mehrmals vom Fisch des Abendessens profitiert. Als ich auf dem Zimmer war wurde mir schlecht und ich saß bis zwei Uhr morgens auf dem Klo. Dann war es noch sehr warm im Zimmer (man konnte natürlich die Fenster mal wieder nicht öffnen) und ich habe ziemlich schlecht geschlafen.
Im Ryokan gab es weder einen Computer noch Internet. Daher konnte mein Reisebericht auch erst jetzt nachgetragen werden.
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Tini
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20:58
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Donnerstag, 15. November 2007
Tina ist im Kloster...
und hat der Mutti heute sinngemäß folgende SMS geschrieben:
...kann heute nicht schreiben, übernachten im Ryokan [ich nehme an das ist ein Kloster- Anm. Peter] die Schuhe mußten wir draußen abstellen und einen Computer gibt es nicht...
Na dann, frohes Meditieren, liebe Tina
die Zuhausegebliebenen
PS: (16.11.07)
soeben hat sich Mutti beschwert, Du hättest Dich beschwert, wir würden nichts von uns hören lassen....aber sagt Sie. "Ich habe doch fast jeden Tag geSMSt!!!"
....Und ich schreibe oft blöde Kommentare zu Deinen Berichten, die Du nicht liest, weil...
Frauen und Technik...!?;-}
Hab keine Angst - WIR LIEBEN DICH ALLE!
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Peter
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09:29
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Mittwoch, 14. November 2007
Die japanischen Alpen
Kyoto ade .. .. Alpen wir kommen...
Heute morgen gegen 8 Uhr hies es Abfahrt. Mit dem Taxi ging es zum Bahnhof von Kyoto. Und dort nahmen wir ganz puenktlich den Bullet Train "Shinkansen" in Richtung Tokyo nach Nagoya. Also erstaunlich und faszinierend ist das Ding ja schon, auch wenn es eigentlich nix anderes ist, als ein ICE.
Ich hatte Angst unsere Reiseleitung bekommt einen Herzinfarkt, weil der Zug nur eine Minute lang haelt und in dieser Zeit alle Passagiere im Zug sein muessen. Sie hatte wohl Angst, das wir das nicht schaffen. War ja aber auch ungewoehnlich. Die Zuege halten in Japan ja millimetergenau an den dafuer auf dem Bahnsteig vorgezeichneteten Stellen. Daher stellen sich alle Japaner fein saeuberlich vor Eintreffen des Zuges in einer Reihe dort an, wo sich die Tueren spaeter oeffnen werden. Die Deutschen standen wild schnatternd im Pulk und voellig desorganisiert. Wir haben es aber gesachfft, alle problemlos in den Zug zu kommen und waren 40 min spaeter in Nagoya. Dort nahmen wir den normalen Zug, den "Hida Express", durch die Anfaenge der japanischen Alpen entlang des Flusses Hida.
Gegen 12.15 Uhr (mit Verspaetung!!!) kamen wir in Takayama an. Das liegt in Zentraljapan und wurde einmal "Klein-Kyoto" getauft. Die Altstadt ist hier naemlich noch sehr gut erhalten und zeigt uns eine Lebende Version des alten Kyotos. Die Handwerker von Takayama haben alle ihr Handwerk in Kyoto gerlernt und wenn sie zurueck kamen, die Stadt Takayama wie Kyoto gestaltet. Spaeter wurde die Stadt dann als "Freie Stadt" verwaltet. Sie war reich. Es gab hier viele Minen und Forstwirtschaft. Die Bewohner, wenn sie nicht Handwerker (Holzverarbeitung) waren, verdienten ihren Lebensunterhalt mit Handel. Daher gehoerte die Stadt auch zu keinem Shogunat sondern wurde direkt von der Hauptstadt aus regiert. So konnte der Kaiser groessere Menge an Guetern von Takayama beziehen.
Nach einer kurzen Mittagspause in einer lokalen Kneipe (wir waren der Hit in dem Kabuff. 4 Europaer, die Soba-Nudeln essen!) ging es zur Besichtigung.
Ein kurzer Stopp im Hida-Kokubunji-Tempel. Da gibt es nicht sehr viel zu sehen. Eine dreistoeckige Pagode ist dort. Daneben ein 1200 Jahre (!!!) alter Ginkobaum. Das Hauptgebaeude des Tempels ist wohl das aelteste Gebaeude Takayamas.
Danach gingen wir ins Takayama Matsuri Yatai Kaikan & Nikko Kan. Also im Fruehling und Herbst gibt es wohl eine grosse Prozession durch Takayama. Dabei werden 11 Festwagen, die eigens dafuer hergesetellt sind, durch die Stadt gezogen. Das besondere, die Wagen sind bestimmt 5-6 m hoch. 5 davon stehen in einem kleinen Museum, wo wir durchgescheucht wurden.
Witzig war noch ein tragbarer Schrein, der dort auch ausgestellt war. Der wiegt 2,5 Tonnen und man braucht wohl 40 gleich grosse Maenner, die ihn durch die Stadt tragen. Also mindestens 80, denn der Schrein muss ja auch zurueck ins Museum getragen werden. Die Sitte wurde 1959 das letzte Mal durchgefuehrt. Wahrscheinlich haben sie nicht genug starke Maenner fuer das Teil.
Es folgte noch ein kurzer Rundgang durch ein Nikko-Museum. Dort ist ein Modell in 1:10 von der gesamten Tempelanlage Nikkos zu sehen. Das Original sehen wir naechsten Montag.
Es folgte der Besuch einer der hier zahlreich ansaessigen Sake-Brauereien mit Verkostung und danach konnten wir noch eine Stunde durch die Altsadt flanieren.
Gegen 6 Uhr gab es schon Abendessen, aber das war ganz besonders lecker. Wir haben Kobe-Rindfleisch (da kosten 100 g um die 3000 Yen - ohne Scherz ...[das sind ca 18 €...Anm. von Peter]) ueber einer Art offener Grill, der in der Mitte des Tisches eingelassen war, gerillt. Das Rindfleisch ist mehr als fettig. Bei uns bekommt man ja nur mageres Fleisch zu kaufen. Das Fleisch hier ist weiss marmoriert und von Fett durchzogen. Auf dem Grill einfach nur lecker.
Und dann sind wir auch schon ins Hotel gefahren. Das liegt am Rande der Alpen mit Panaoramablick auf die Bergspitzen. na ich bin ja gespannt ob ich was sehe, wenn ich morgen frueh aufstehe.
Alles in allem ein eher unspektakulaerer Tag. Mal sehen, wie es morgen weiter geht.
Viele Gruesse an alle, in nicht mal einer Woche bin ich wieder da.
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Tini
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14:27
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Dienstag, 13. November 2007
Wie man Japaner verbluefft....
.... aber dazu spaeter.
Heute Morgen haben wir erst einmal gelernt zu meditieren. Aber nicht in irgendeinem Tempel, sondern im wichtigsten Tempel der Rinzai-Schule (Zen-Buddhismus) - im Myoshin-ji.
Dort gibt es neben der 650 Jahre alten Meditationshalle auch noch das 1380 erbaute Eingangstor zu sehen. Aber dafuer blieb nur die Zeit ein Foto zu schiessen.
Wir wurden zunaechst von einem Moench in die Meditationshalle gefuehrt. Da war es ziemlich dunkel drin und auf stuhlhohen Podesten lagen Tatamis und zwei Kissen. Bei der Meditation gibt es 5 Stufen, die man nach und nach abarbeiten muss um die Erleuchtung zu erlangen:
1. Die richtige Sitzhaltung
2. Die richtige Handhaltung
3. Die richtige Atmung
4. Das Bewusstsein der Gefuehle
5. Das Befreien oder Steuern von Gefuehlen
Der Moench fing also an uns alle in den Schneidersitz setzten zu wollen. Aber nicht den normalen, wie wir ihn alle kennen, sondern der Span des einen Fusses soll auf dem Oberschenkel des jeweils anderen Beines ruhen. Das sei wichtig um einerseits gerade zu sitzen und andererseits sich nicht zu bewegen. Damit fing schon das Problem an. Er sah ein, dass er wohl der einzige im Raum war, der so gelenkig war und sich so setzen konnte.
Daher durften wir uns gerade wie auf einen Stuhl setzen. Wichtig ist nur, dass die Knie ca 10 cm tiefer sind als der Steiss.
Die Handhaltung war einfach nachzuvollziehen, aber zu kompliziert jetzt hier zu beschreiben. Sagen wir einfach, wir verschraenkten locker die Haende ineinander.
Dann die Atmung. Ziel ist langsames Aus- und schnelles Einatmen. Im Zyklus 18 zu 2 Sekunden. Also 18 Sekunden aus- und 2 Sekunden einatmen. Dabei den Oberkoerper nicht bewegen. Zwerchfellatmung.... die Musiker unter den Lesern werden das kennen.
Bis hierher konnten wir noch folgen.
Danach wird die Sache richtig kompliziert. Also man soll sich quasi soweit nur auf die Atmung konzentrieren, dass einem Nebengeraeusche nicht mehr ablenken. Dann wird man sich seiner Gefuehle bewusst. Und die Stufe danach ist dann, diese Gefuehle bewusst zu steuern.... so habe ich das jedenfalls verstanden. Allerdings war die Uebersetzung der Reiseleitung etwas schwer verstaendlich.
Naja... wir werden an uns arbeiten um zur Erleuchtung zu gelangen.
Die Meditation dauerte etwas laenger als geplant und so fuhren wir mit etwas Verspaetung zum Kyomizu Tempel (das bedeutet "Reines Wasser").
Der Tempel liegt am Hang eines Berges dem eine Heilquelle entspringt. Das Hauptgebaeude hat einen riesigen Balkon, der von grossen Balken gestuetzt wird. Die Region des Berges ist bekannt fuer seine Toepferarbeiten.
Witzig ist, hinter dem Hauptgebaeude sind mehrere kleine Shinto Schreine zu sehen. Die verschiedenen Gottheiten versprechen allerhand Wuensche zu erfuellen, aber am kuriosesten fand ich das Liebesorakel. Etwa 20 m von einander getrennt lagen zwei grosse heilige Steine. Man soll sich nun an das eine Ende stellen und mit geschlossenen Augen zum anderen Stein laufen. Diesen muss man ohne Zwischenfaelle erreichen und davor anhalten ohne zu schummeln und ohne dagegen zu rennen. Schafft man das, dann findet man schnell seinen Lebenspartner. Schafft man das nicht, dann wird man noch lange auf seine bessere Haelfte warten muessen. Ich haette das ja mal gemacht. Leider waren soviele Touris im Weg, das ich nie ohne Zwischenfall den zweiten Stein erreicht haette..... und ich habe doch meinen Schatz schon!
Witzig war auch ein Stein, der vor dem Tempel lag. Da war naemlich Buddhas Fussabdruck drauf!
Und zu Mittag habe ich die erste Sushibar gefunden. Bisher hatte ich noch keine einzige entdeckt. Ich habe mir fuer nicht mal 8 Euro den Bauch vollgeschlagen. Fuer diese Menge Sushi haette ich in Deutschland locker 35 Euro zahlen muessen.
Dann fuhren wir noch zum Heian-jingu Schrein. Dieser ist erst 110 Jahre alt. Er wurde zum 1100jaehrigen Stadtjubilaeum Kyotos und zu Ehren der Kaiserfamilien, die in Kyoto wohnten, gebaut. Er ist quasi eine Reproduktion der alten Kaiserresidenz in Kyoto. Daher befinden sich auch, wie beim Kaiserpalast, rechts vor der Gebetshalle ein Kirschbaum und links davor ein Orangenbaum. Wie die Adelshaeuser im allgemeinen, ist der Schrein relativ bunt gestaltet, mit viel zinnoberrot und graublauen Dachschindeln. Wir sahen uns noch den Garten des Schreins an. Dieser besteht aus vier Teilen, die in den vier Himmelsrichtungen angeordnet sind.
Gerade als wir aus dem Garten kamen lief uns ein vielleicht 5jaehriges Maedchen mit Kimono ueber den Weg. Sie wurde gegen ihren Willen gezwungen sich von allen Seiten von unserer Reisegruppe fotografieren zu lassen. Aber die Kleine sah einfach so suess aus. Wie ein Puppe.
Vorletzte Station des Abends, das Handicarft Center. Das ist eigentlich ein Ballungszentrum fuer Turis um japanische Souvenirs zu kaufen. Was soll ich sagen... die Versuchung war zu gross. Ich habe mir einen Kimono gekauft. Einen echten! Nicht so ein Polyesterteil "Made in Taiwan". Nein, ich habe ja nach etwas schlichtem gesucht. Zuletzt habe ich einen Seidenkimono entdeckt, handbemalt und handbestickt mit einem Papagei (oder so ein Vogel). Das gute Stueck hat zwar auch den stolzen Preis von 55000 Yen, aber es ist wirklich ein Schmuckstueck.
Stephan aus der Reisegruppe, der auch ein totaler Japanfreak ist, hat sich eine Yukata gekauft (quasi ein Samuraikostuem). Und was soll ich sagen, da heute Abend ein gemeinsames Abendessen geplant war, konnten wir nicht widerstehen und sind in Kimono und Yukata in die Kneipe gegangen. Der Brueller. Zunaechst mal sind wir von der gesamten Reisegruppe mit Applaus empfangen worden und die Fotoapparate wurden auch sofort gezueckt. Nach dem Essen hat uns die Reiseleitung noch durch das Geisha (oder vielmehr Maiko) Viertel Kyotos gefuehrt. Zu Fuss. Die Japaner sind fast aus den Latschen gekippt. Also normalerweise werden wir Auslaender hier in Japan ja kaum wahrgenommen. Hast du einen Kimono an, machen alle grosse Augen, jeder gruesst dich, alle staunen und mustern dich. Einer kam mit dem Fahrrad auf mich zu (in Japan muessen Radfahrer auf dem Gehweg fahren. Dadurch ist die Gefahr, von einem Radfahrer ueberfahren zu werden groesser als die, von einem Auto angefahren zu werden!). der Radfahrer kuckte, wollte anhalten und waere fast vom Rad gekippt, weil er mir hinterherschaute. Auf einer etwas groesseren Strasse kamen dann die Japanerinnen und wir mussten uns mit ihnen fotografieren lassen. Eigentlich muessten wir dafuer fast Geld verlangen. So koennten wir unsere Urlaubskasse durchaus aufbessern.
Und dann ging es auch schon mit dem Taxi zurueck ins Hotel. Zum Glueck, denn die Schuhe zum Kimono sind nicht gerade bequem. Und ich weiss jetzt, warum Japaner es so schick finden ueber den Onkel zu laufen. Im Kimono und diesen Schuhen kann man einfach gar nicht anders laufen.
So, jetzt muss ich noch Koffer packen, denn morgen frueh verlassen wir Kyoto und fahren mit dem Shinkansen zur naechsten Station. Erstmal sehen, ob ich die sich anhaeufenden Mitbringsel ueberhaupt noch in meine Reisetasche bekomme. Langsam muss ich mich echt zurueck halten!
Also denne... さいなら bis morgen
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Tini
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13:22
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Montag, 12. November 2007
Das schoenste Gebaeude der Welt....
Die 1000 Jahre alte Kaiserstadt Kyoto gruesst Deutschland.
Wir sind heute in dieser kulturtraechtigen Stadt geblieben. Kein Wunder, denn hier gibt es ja auch tausende Sachen zu sehen. 1/3 des gesamten japanischen Kulturschatzes ist hier zu finden. Dazu noch ueber 1600 buddhistische Tempel und 260 Shintoschreine. Wenn wundert es da, dass wir heute davon etwas zu sehen bekamen.
Zunaechst fuhren wir zum Ryuanji Tempel. Uebersetzt heisst das soviel wie "Der Tempel in dem der Drachen ruht". Dabei handelt es sich um einen Meditationstempel. Davor ist der beruehmte Steingarten.
Steingarten deshalb, weil die Anlage keinen Teich hat und keine Pflanzen hat. Der Garten wird nur durch Steine gestaltet. Der Kies symbolisiert das Meer, die Steine die Inseln. In diesem Garten kann man von der Meditationsterasse aus 15 solcher Steine sehen (15 bedeutet Vollkommenheit). Nun ist der Garten aber so angelegt, dass man von jedem Blickwinkel aus nur 14 Steine erblicken kann. Es gibt nur eine Stelle, von der aus man alle 15 sieht und wenn man diese Stelle findet, dann ist man quasi vollkommen.
Hinter dem Tempel gibt es noch einen kleinen symbolischen Brunnen. Dieser traegt Schriftzeichen, die bedeuten: "ich weiss, dass ich immer zufrieden bin".
Von meinem Hotelzimmer aus habe ich den Blick direkt auf den Daimonjiyama "der grosse Berg". Dieser Berg besitzt eine Lichtung, die in Form des Schriftzeichens "gross" hat. Am Fusse dieses Berges lag unser naechstes Ziel......naemlich das mit Abstand schoenste Gebaeude, welches ich je in meinem Leben gesehen habe. DER GOLDENE PAVILLION
1955 nach den Originalplaenen (!!) wieder aufgebaut, da durch Brandstiftung zerstoert. Und 1987 restauriert. Das gesamte Gebaeude ist von insgesamt 20 kg Blattgold ueberzogen. Das Gold wuerde aber nicht so glaenzen, wenn sich darunter nicht die 60 Lackschichten befinden wuerden. Davon sind die letzten Schichten schwarz, wodurch das Gold erstrahlt. Insgesamt wurden 1,5 Tonnen Lack fuer den Pavillion verwendet. Auf dem Dach trohnt ein Phoenix (als Gluecksbringer). Der wurde sogar 5 mal mit Gold ueberzogen, damit er so strahlt. Kosten der Restauration damals (1987) 7 Mio Euro.
Die Eintrittskarte des Pavillions ist uebrigens ein Gluecksbringer fuer Familienfrieden.
Aber einfach nur genial. Man kann sich daran nicht satt sehen.
Dann mussten wir aber schon weiter. Zum Nijo-jo (das Nijo-Schloss).
Dabei handelt es sich um die Audienzhalle der Shogune von Kyoto. Alle Zimmer sind mit Wandgemaelden der Gebrueder Kano (Begruender der Kano-Schule) verziert. Zum Teil befinden sich Puppen in den Raeumen, um eine Audienz nachzustellen. Um den gesamten Komplex fuehrt ein Korridor, der Nachtigallenkorridor. Der heisst so, weil man nicht lautlos auf ihm laufen kann. Naegel (??) reiben aneinander und verursachen ein Quietschen, das wie das Tschilpen der Nachtigall klingen soll (mit viel Fantasie). Der Korridor wurde so gebaut, damit keine Eindringlinge nachts den Gang entlang schleichen koennen um womoeglich den Shogun zu toeten. Eine Art antike Alarmanlage also. Der Korridor ist 450 m lang.
1868, zu Beginn der Meiji-Restauration, gab in diesem Schloss der Shogun seine Macht an den Kaiser zurueck. Das Haus fiel damit der Kaiserfamilie zu.
Nach einem reichhaltigen Mittagessen (es gab Huehnchen) fuehren wir zu einer Marktstrasse. Ein Paradis fuer Koeche. Man findet hier einfach alles: Gemuese, Fisch, Fleisch, Gewuerze, Suesses..... nur kein Brot (weil so was haben die hier nicht). Aber alle Waren sind fein saeuberlich auf den Auslagen sortiert. Die Fische in Faecher gelegt. Alles fein saeuberlich in Plastik eingepackt. Nix durcheinander.
Aber n bissl komische Sachen haben die auch. Also die Gewuerze sind ja schon komisch. Aber ein totales Highlight waren die Spatzen am Spies! Die essen tatsaechlich gegrillte Spatzen! Und dann lag da noch sowas wie Holzstuecke in einem Fischladen. Das waren getrocknete Bonito (Fisch). Die raspelt man dann und kocht sie in der Miso-Suppe (wovon ich immer noch kein Freund geworden bin).
Aber leckere Naschereien habe ich gekauft. So eine Art Zimtstangen.... und danach hatte ich sofort wahnsinnig Appetit auf Gluehwein. Dazu war es heute noch verregnet und frisch, das machte noch mehr Appetit.
Weiter ging es in den Nijiunigendo (den 33 Gen Tempel). Gen ist eine alte (??) Masseinheit in Japan. Der Tempel ist also 33 Gen lang, so ca 108 m. Der Tempel ist nach Osten ausgerichtet und zweigeteilt. In der Mitte sitzt eine grosse Botisatwa Figur. Rechts und links von ihr jeweils 500 weitere ca 160 cm grosse Botisatwa Figuren. Allesamt aus Holz und vergoldet. Das macht insgesamt 1001 Figur. Die Gottheiten werden von 28 Temeplwaechtern beschuetzt. Die staerksten unter den Waechtern sind die beruehmten Figuren die den Gott des Donners (im Norden) und den Gott des Windes (im Sueden) darstellen.
Der Tempel wurde jeden Morgen vorn ueber die 108 m lange Front geoeffnet. Durch die Morgensonne strahlten die Figuren in den Hof. Dort sassen dann die Adeligen und beteten zu der Gottheit, sie sollen doch seine Seele nach dem Tod in den Himmel fuehren.
Es folgte noch ein kurzer Abstecher in den Bahnhof von Kyoto und dann zurueck ins Hotel.
Was waere noch zu berichten? Ich habe mich heute mal auf die Glucksbringer gestuerzt. Einen fuer die "Liebe" habe ich erstanden (also eher zwei, weil einen fuer Maennlein und einen fuer Weiblein) und noch einen fuer florierende Geschaefte.
Dann habe ich fuer meinen Schatz Sake gekauft. Beim goldenen Pavillion. Daher ist bei dem Sake auch Blattgold drin. Der Verkaufer meinte, das waere gut gegen Krebs....... naja wer`s glaubt. Ich fands einfach ein schickes Mitbringsel.
Und dann hab ich etwas super geiles entdeckt. Eine Plueschweste. Ich koennte die glatt von der Stange kaufen. Leider hat sie den stattlichen Preis von 33600 Yen. Soviel wollte ich ja nun nicht gerade ausgeben. Wir gehen naemlich morgen noch in andere Geschaefte und dort wollte ich mir einen Kimono kaufen. Also haengt sicherlich der Kauf der Weste davon ab, wieviel Geld ich morgen ausgebe. Ausserdem muss ich den ganzen Krempel ja auch wieder mit nach Deutschland schleifen und mein Koffer hatte bei der Herreise schon 16 kg!
Nun ja, in diesem Sinne, euch alles Gute.
Wie gefaellt euch mein Bericht bisher?
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Tini
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10:30
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Sonntag, 11. November 2007
Nara - はい、げんきです。
Heute Morgen wurde ich gegen sechs Uhr geweckt.... nein, nicht von einem Hahn, sondern von einem Gong (!) der bestimmt fuenf Minuten lang ueber den Hof hallte. Das hies "aufstehen, kaltes Wasser, waschen, anziehen und ab zur Gebetsstunde".
Wir kamen also in den Genuss einer buddhistischen Gebetsstunde. Zunaechst mal hinknien (uebrigens auch beim essen. Das tut mit der Zeit ganz schoen in den Gelenken weh! Generell gibt es in solchen Klostern oder Tempeln keine Stuehle) und dann lasen ein Abt und ein Moench Sutras vor.... oder so was. Das hoert sich fuer unsere Ohren eher wie ein monotones Singen an. Am Ende durften wir dann den Moenchen noch Fragen stellen.
Anschliessend Fruehstueck... auch vegetarisch.... Reis, Noriblaetter, Tofu, eingelegtes Gemuese, eingelegte Pflaumen (in Essig und Salz eingelegt.... ist bedonders eklig!) und lauter so nen Kram. Quasi zum abgewoehnen. Vor allem morgens halb sieben!
Und nach dem Fruehstueck gings auch schon weiter. Der fruehe Aufbruch lag auch daran, dass unsere Zimmer schon fast wieder geraeumt waren... Laken waren schon abgezogen und die Yukatas schon weggeraeumt. Also ab, die Schuhe schnell noch angezogen und gleich den naechsten Kaelteschock abgefangen... die Schuhe standen naemlich die ganze Nacht draussen (es gibt keine verschliessbare Haustuere!) und ab in den Bus.... da kam dann der Waermeschock...... und die Serpentinen und das Fruehstueck und schon wurde mir schlecht.
Nach einer Stunde fuhren wir auf einen Rastplatz. Da gab es dann erstmal einen Kaffee (juhuu) und eine Leckerei aus Suesskartoffeln (schmeckt fast wie Marzipan) und dann ging es weiter nach Nara.
Erste Station der Hiryuji-Tempel... es kam mir vor wie der 100ste, den wir anschauen. Aber dieser hier hat doch etwas Besonderes.
Er zeahlt zum Weltkulturerbe, weil es das aelteste Holzgebaeude auf der Welt ist. er stammt aus dem 7. Jahrhundert. In der Gebetshalle sind viele buddhistische Figuren zu sehen. Daneben eine 5stoeckige Pagode. Insegsamt gehoeren 55 Gebaeude zur Tempelanlage. Der Stil der Anlage ist recht gemischt. Kenner erkennen sowohl chinesische, perische und sogar griechische Elemente.... wie gesagt, die Kenner....
Gebaut wurde das Ganze von Prinz Shotokan, der in der Halle der Visionen (Bekannt weil sie erstmals in Japan ein 8eckiges Dach hatte und mystisch (???) sein soll) erleucht worden sein soll.
Zweite Station.... noch n Tempel, wie schoen. Diesmal der Todaiji.
Dieser wurde 752 fertiggestellt und verschlang beim Bau 1/5 des damaligen Landesvermoegens. Der Tempel wurde mehrmals zerstoert, weil er den regierenden Adelsfamilien zuviel Macht wegnahm. Daher wurde der Tempel mehrmals angezuendet. Das jetzige Gebaeude steht so seit 1692. In dem Tempel steht natuerlich eine Buddhafigur... aber nicht irgendeine, sondern die Groesste ueberhaupt. 15 m hoch (alleine ein Ohr ist 3 m lang).
Am Eingang des Tempels ist ein 25 m hohes Tor mit zwei grimmigen Tempelwaechtern. Jede dieser Figuren ist schon ueber 8 m hoch, aus Holz und soll so genial geschnitzt sein, so dass sie oft als Vorbild fuer andere Tempelwaechterfiguren genutzt worden.
Am Temepl selbst , unter einem Vordach gibt es so eine Art Fenster. Das wird wohl jedes Mal zum Neujahr geoeffnet, damit die Menschenmenge, den Buddha auch von aussen sieht. Die einzelnen Koerperteile des Buddha sind zum Teil aus unterschiedlichen Perioden, je nachdem, wie weit er bei den Brandstiftungen des Adels zerstoert wurde. Auf seiner flachen Hand koennten theoretisch 15 Personen stehen (aber nur Japaner!). Goldene Fischschwaenze auf dem Dach des Tempels sollen vor Feuer schuetzen.
Danach sind wir noch zu einem Nebengebaeude gelaufen von wo aus wir einen super Ausblick ueber die Anlage hatten.
Dritte Station..... ratet mal...... nee aetsch, kein Tempel, dafuer ein Schrein. Und zwar der Kasuga taisha Schrein. Der ist so bekannt, weil es in der gesamten Anlage ueber 3000 Stein- und Haengelaternen gibt.
Und man stelle sich vor, am 15.8. zum Feuerfest werden alle oder zunmindest ein Grossteil erleuchtet. Vor dem Schrein ist ein eingezaeunter Stein (oder Wurzel?). Die Gottheiten aller Shintoschreine verlassen jedes Jahr im September ihre Heimat um nach Takamatsu zu reisen. Dort treffen sie sich alle. Nach diesem Treffen kehren sie in ihren jeweiligen Schrein zurueck. Natuerlich brauchen sie einen Landeplatz, wenn sie vom Himmel herabsteiegen. Und bei diesem Schrein befindet er sich also vor dem Gebetshaus.
In ganz Nara sieht man ueberall Rehe und Hirsch (ist ein shintoistisches heiliges Tier)... natuerlich der Jux fuer Touries, die sie alle fuettern muessen. urspruenglich wurde in dem Wald ein weisses Reh gefunden und an dieser Stelle dann der Kasuga taisha Schrein erbaut.... hey Moment mal, in Oberlungwitz gibt es auch n weisses Reh. Kriegen wir dann jetzt auch so einen Schrein??????
Dann war es auch schon 5 Uhr und wir fuhren nun nach Kyoto, wo wir die naechsten drei Naechte bleiben. Auf der Fahrt schauten wir Sumo (das neue Turnier (Kyushu Basho) hat heute angefangen ) und ich musste kommentieren.
Was soll ich sagen, Asashoryu ist immer noch wegen Regelbruch gesperrt, Kotooshu hat gewonnen und der amtierende Yokozuna Hakuho hat gegen Kotoshogiku verloren. Ein huebscher Auftakt zum ersten Tag.
Ich geh jetzt in die Wanne und dann ins Bett. Endlich duschen und richtig schlafen.....
Und ich freu mich auf ein Schnitzel und Nudeln, wenn ich wieder zu Hause bin. Mittlerweile bin ich so ziemlich vom japanischen Essen geheilt.
Bis spaeter
Mata aimasho
またあいましょう
Eingestellt von
Tini
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おげんきですか?
Hallo allerseits, da bin ich wieder um euch berichten. Da ich gestern nicht schreiben konnte, hier der Bericht zunaechst vom Samstag.
Erwaehnen moechte ich, dass ich am Samstag beim Fruehstueck das erste Mal Kaese auf den Fruehstuecksbuffett gefunden habe. Yey, dachte ich, da musste du sofort zuschlagen. Das tat ich auch. Leider musste ich feststellen, dass dieser "Camembert" zwar einem franzoesischen Camembert fast aehnlich sieht, leider steht es mit dem Geschmack nicht so. Es feht jeglisches Fett, Aroma und zuletzt habe ich mich sogar gefragt, ob dieser Kaese ueberhaupt aus Kuhmilch hergestellt wurde! Japaner koennen ja angeblich Lakotose nicht verdauen. Daher wuerde es mich nicht wundern, wenn sie den Kaese aus irgendetwas anderem herstellen wuerden. Vielleicht aus Soja? Alle anderen Speisen haben jedenfalls irgendwie immer damit zu tun.....
Wir haben dann unsere fahrt zum Kojasan gestartet. Auf der Spitze dieses Berges hat der Kobodaishi 819 ein Kloster gebaut und die Shingon-Schule gegruendet.
Es handelt sich dabei um einen buddhistischen Orden. Daneben befinden sich allerlei Tempel (insgesamt 117 Stueck). Das kommt daher, dass frueher Politiker oder Samurai, wenn sie sich aus dem Dienst zurueckzogen oft Tempel bei einer Buddhistischen Schule gruendeten.
Auf dem Berg angekommen gingen wir erstmal auf einer riesigen Friedhofsanlage spazieren. Dort befinden sich ueber 20.000 Graeber und Gedenkstaetten, die von den einzelnen Tempeln verwaltet und betreut werden. Darunetr gibt es wahnsinnig grosse und kleine Graeber und Gedenkstaetten. Eine Raketenfirma hat zum Beispiel als Gedenkstein eine Rakete (fuer die Firmenangestellten), Nissan hat ebenfalls so etwas. Die Kaffeeautomatenfirma schmueckt die Gedenkstaette mit zwei riesigen Kaffeetassen. Dazwischen findet mal Kuppelgraeber von Koreanern, Priestergraeber und an einer Stelle sogar ein Sammelgrab (da wird eine kleine Statuette aufgestellt, wenn die Graeber nach 50 oder mehr Jahren abgeraeumt werden).
Am Ende des Friedhofs kommt man dann an einem Mausoleum an. Davor stehen viele buddhistische Goetterfiguren, denen die Pilger dann huldigen. Sie spenden einen Betrag X und dann spritzen sie die Figuren mit Wasser nass.... das ist jedenfalls das, was ich beobachtet habe, aber da ich nicht buddhistisch bin, kann ich nicht mehr dazu sagen.
Dahinter ist also das Mausoleum, wo der Kobodaishi begraben liegt und dort wird kraeftig und aus lauter Kehle gebetet.
Nach Friedhof und Mausoleum besuchten wir noch das ehemalige Verwaltungsgebaeude Kongobuji. Sehenswert schon von aussen, da sich auf dem Dach grosse Wasserbehaelter befinden. Die sollen das Gebaeude symbolisch vor Feuer schuetzen. In den Raeumen kann man die Wandmalereien bewundern und eine Teestube besuchen.
Danach ging es dann zu unserer Herberge. Wider Erwarten habe ich sogar ein Einzelzimmer bekommen. Das lag wohl daran, dass in dieser Nacht nur unser Reisebus dort uebernachtete. Allerdings ist diese Herberge nun typisch japanisch. Das heisst zunaechst.... Schuhe aus. Es wird nur in Pantoffeln durchs Haus gezogen und als erstes muss man Strassenkleidung ablegen und in eine Yukata schluepfen. Die sind natuerlich Einheitsgroesse und mir viel zu gross. Dann hab ich das gute Stueck auch noch falsch herum gewickelt und man sagte mir, dass ich dadurch nun fuer eine Totenwache angezogen sei......
In der Herberge ist es ziemlich feucht und muffig. Das einzige Moebel im Zimmer ist ein 20 cm hoher Tisch mit Heizdecke unter den man seine Beine strecken kann, wenn man daran sitzt. Geschlafen wird auf einem Futon und einem Kopfkissen gefuellt mit Schalen von Buchweizen. Das Ganze liegt auf den Tatamis also quasi auf dem Boden.
Bevor wir aber zu Bett gehen, gibt es ein gemeinsames Abendessen (natuerlich vegetarisch), aber das war ganz gut. Jedenfalls habe ich fast alles gegessen. Da dann alle sich schon in die Zimmer zurueck gezogen haben, ich aber in dieses kalte Bett nicht gehen wollte, habe ich mich mit Stephan aus der Gruppe bis ca halb zwoelf ueber Gott und die Welt unterhalten.
Dann hab ich mich doch ins Bett gequaelt hab aber schrecklich geschlafen.
Und ich musste in dieser Herberge feststellen, dass auch die Japaner Plumsklos haben! Auf japanisch halt.... ich glaub, das ist noch ne Spur schaerfer als deutsche Plumsklos.....
Und damit folgt nun der Bericht vom Sonntag......
Eingestellt von
Tini
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Freitag, 9. November 2007
Osaka - こんばんわおさか
Guten Abend Osaka!
Also heute Abend ist dieses Hotel ja richtig spitze! Ich bin im Sheraton in Osaka und hier kann ich das Internet sogar eine halbe Stunde gratis benutzen. Und da hier eh keiner ist, vielleicht auch laenger. Aber nun zu meinem Tagesbericht.
Zunaecht einmal sind wir wieder auf das Festland (so nannte es unserer Reiseleitung aber soweit ich weiss, ist Japan eine Insel!) zurueck gefahren. Aber nicht mit dem Schiff (zum Glueck) sondern ueber die Seto ohashi - die "grosse Bruecke ueber das Binnenmeer". Sie wurde erst 1988 fertig gestellt und ist 9,4 km lang und es hat 10 Jahre gedauert, ehe sie fertig gestellt worden ist.
Danach ging es nach Himeji, wo wir das Himeji-jo (das Schloss) besichtigt haben. Ein Traum. Das Schloss steht erhoeht auf einem 46 m hohem Huegel und trohnt ueber der Stadt.
Das Schloss selbst ist noch einmal 45 m hoch und damit kaum zu uebersehen. Das Besondere: zunaechst einmal ist es auf einem stabilen Steinfundament gebaut. Dieses Fundament hat bisher jedem Erdbeben standgehalten, obwohl das Schloss selbst wohl schon mal bei einem Beben zerstoert wurde. 1580 wurden die ersten drei Stockwerke des Schlosses gebaut und 1601 wurde es um weitere zwei Stockwerke erweitert. Und noch etwas Besonderes gibt es. Die Holzwaende wurden mit weissem Lehm verkleidet. Erstens wurde damit das Holz haltbarer gemacht, weil es dem Wetter nicht so ausgesetzt ist und zweitens wurde es so gegen Feuer geschuetzt. Die weisse Farbe hat dem Schloss auch seinen Spitznamen gegeben: "Weisser Reiher".
Das Schloss gehoert im uebrigen zum Weltkulturerbe.
Mittagessen gab es in einem Lokal gleich gegenueber der Burg. Daher hatten wir einen wunderschoenen Panoramablick auf das Schloss und haben zum ersten mal ein "westliches Mittagessen" genossen. Gebeizter Lachs, Suppe, Rindfleisch und Gemuese und Pudding und es gab einen richtigen echten Kaffee! Die Reiseleiterin meinte auch, dass heute am Tisch viel mehr gesprochen und gelacht wurde, als bei den japanischen Mittagessen......ohne Worte
Und dann traten wir die lange Reise nach Osaka an. Osaka ist riesig. Mit seinen 2,6 Mio Einwohnern einer der groessten Staedte Japans. Aber es unetrscheidet sich (fuer mich jedenfalls) nicht wesentlich von Tokyo.
Erste Station in Osaka.... Kuchu Teien Tenbodai..... ein riesiger Buerokomplex mit einer Aussichtsplattform (The floating garden). Dort sind wir natuerlich hoch, um den wunderbaren Ausblick ueber die gesamte Stadt zu geniesen. Von dort aus sieht man sogar das Schloss von Osaka, das ganz verloren zwischen tausenden von Hochhaeusern steht.
Von Hochhaus ging es dann ins Hotel und von dort aus sind wir losgezogen ins Vergnuegungsviertel..... dazu kann ich nicht viel sagen, denn mir fehlen einfach die Worte fuer dieses "Chaos". Bars, Kneipen, Pachinko (Spielhallen), Karaoke.... alles auf einem Haufen. Es blinkt an allen Ecken und Enden und man wird mit Musik und Werbung dermassem zugedroehnt, dass einem regelrecht der Kopf weh tut. Zum Glueck verstehe ich nichts, sonst waere es wohl noch schwerer zu ertragen.
Auf alle Faelle bin ich noch in ein Elektro-Kaufhaus gegangen! Ein Traum fuer jeden Technikfreak. Hier habe ich auch noch eine Speicherkarte fuer den Fotoapparat bekommen und bin jetzt glaub ich fuer den Rest des Urlaubs geruestet (ich habe schon an die 500 Fotos gemacht!). Und fast haette ich mir ein japanisches Handy gekauft. Die find ich echt genial. Voellig anderes Design als deutsche Handys. Leider weiss ich nicht, wo der Kostenpunkt liegt (weil Handy ohne Vertrag) und ob die Menues auch in Englisch vorhanden sind. Und der Verkaufer... nun ja, die Sprachbarriere hat wieder zugeschlagen.
Postkarten habe ich nun auch alle geschrieben und nun kann der Urlaub weitergehen.
Morgen werde ich wahrscheinlich nicht schreiben, denn morgen gehe ich ins Kloster. Das liegt ganz oben in den Alpen (bei 900 m Hoehe glaube ich) und da soll es wohl schon ziemlich kalt sein. Auch gut, so kann ich wenigstens mal die ganzen Pullis auspacken, die ich voellig umsonst bisher mit mir rumgeschleppt habe (denn wir haben 25 Grad hier!).
Dann also bis uebermorgen, wenn ich bekehrt und glaeubig hoffentlich in der alten Kaiserstadt Kyoto ankomme.
Dickes Kuesschen nach Hause.
Tina
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Tini
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13:25
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Donnerstag, 8. November 2007
Winke winke aus Takamatsu
Und da bin ich wieder.
Heute abend bin ich sogar reichlich geschafft. Es ging heute morgen auch schon gegen 8 Uhr los. Zwei Stunden fahrt bis zum
Mist ich hab schon wieder irgendetwas auf dieser bloeden Tastatur verstellt!.
Die Zeit dorthin vertrieb uns die Reiseleitung mit dem Erklären von einigen Kanji (einem Teil der japanischen Schriftsprache) und nun kann ich tatsächlich einige Zeichen lesen. Allerdings nicht viel, aber ich weiß wie ich Auto, Berg, kleiner und großer Wald, Mann, Frau und die Zahlen von 1 bis 100 geschrieben werden. Aussprechen kann ich es trotzdem noch nicht. Das ist vielleicht Lektion 2 für morgen, wenn wir drei Stunden bis Osaka fahren.
Aber zurueck zum Kotohira-Schrein. Der liegt am Hang des Berges KONPIRASAN-DER ELEFANTENKOPFBERG
(jetzt haengt hier die Hochstelltaste fest, ich werd noch wahnsinnig!).
Bevor man aber diesen Schrein ueberhaupt zu sehen bekommt, muss man 785 Stufen hinauf steigen. Eine sehr muehsame Angelegenheit, da die Stufen sehr unregelmaessig angeordnet sind. Und man muss sich zusaetzlich durch die ganzen Pilger durchkaempfen.
Der Kotohira-Schrein gehoert naemlich zu einem der 88 Tempel und Schreine auf Shikoku, wo Japaner hinpilgern.
Die Pilgerer erkennt man an ihren weissen Jacken und den Rosenkraenzen, die sie immer klappernd bei sich tragen.
Auf dem Weg hinauf auf den Berg gibt es natuerlich mehrere Stationen, viele Toriis und Brunnen, an denen man sich ausruhen kann.
Nach den 785 Stufen wird man aber mit einem atemberaubenden Blick ueber Shikoku belohnt. Gleich an der Treppe steht die Hauptgebetshalle (zu Ehren eines Gottes, welcher auch immer) die durch einen meterlangen Korridor mit einer fast ebensogrossen Nebengebetshalle (fuer die dazu passende Goettin) verbunden ist. Auf dieser Ebene kann man die ueblichen Gluecksbringer kaufen, unter anderen auch welche mit einem Huendchen.
Der Legende nach sei ein Pilger einst mit seinem Hund nach Kotohira gekommen. Aber der Pilger wurde krank. An seiner statt ist der Hund auf den Berg gepilgert und hat zu der Shinto-Gottheit gebetet. Und der Pilger wurde alsbald wieder gesund.
Aber das ist nicht alles, was es zu sehen gibt.
Wer noch nicht muede ist, kann noch weitere 500 Stufen hochsteigen und kommt zu einer weiteren Halle. Leider hatte ich keine Zeit auch diese zu besichtigen, denn wir mussten auch schon wieder den Berg runter und mit dem Bus zum Mittagessen fahren!!!!
Das war diesmal ausgesprochen lecker. Es gab naemlich eine Art Nudeln (udon???) eine lokale Spezialitaet. Sehr zu empfehlen.
Wir sind also mittlerweile in Takamatsu angekommen. Als erstes an diesem Nachmittag haben wir dann den Ritsurin-Park besucht. Ritsurin bedeutet Kastanienwald. Warum weiss ich leider nicht, denn ich habe dort keine einzige Kastanie entdeckt..... nur japanische Kiefern. Vergebens suchte ich auch nach dem versprochenen Ahornbaeumen (die im Herbst knallrot werden…. ich will unbedingt so einen Bonsai!!!!). In dem Park sind wir dann so eine Stunde herumspaziert.
Und nun auf zum Yashima-Tempel. Naja, die Shinto-Schreine finde ich interessanter.
(Tempel sind in Japan immer buddhistisch, Schreine aber schintoistisch)

Aber wegen des Tempels waren wir auch nicht wirklich da, sondern wegen der schoenen Aussicht. Von dort oben hat man naemlich zunaechst den Blick ueber ganz Takamatsu, geht man aber weiter, dann sieht man weit auf den Binnensee zwischen der Insel Honshu und Shikoku. Das Ganze noch im Abendrot.... einfach traumhaft.
Und ich habe heute schon wieder reichlich 100 Fotos geschossen.
Zum Abschluss des Tages stand wieder die Selbstversorgung zum Abendessen an. Was soll ich sagen, bei mir gab`s Sushi und Ananas. Ausserdem habe ich japanische Gummibaerchen gekauft....
Ich bin noch ein wenig herumgelaufen, weil ich so zeitig noch nicht zurueck ins Hotel wollte. Bin in einem Einkaufszentrum gelandet..... sowas habe ich selbst in Amerika nicht gesehen. Eine gesamte Strasse lang ein Laden am anderen. Dort bin ich geschlagene 25 min in normalem Gehschritt geradeaus gelaufen und habe immer noch kein Ende der Ladenstrasse gesehen. Da bin ich dann verzweifelt umgekehrt und nun voellig k.o.. im Hotel.
Wenigstens habe ich hier keinen Zeitdruck beim Schreiben und kann mit genuegend Zeit fuer meinen Bericht lassen.
Abschliessend moechte ich euch noch mitteilen, dass ich anfange mich an die japanischen Toiletten zu gewoehnen. So eine Sitzheizung und eingebaute Popodusche sind schon was feines. Grins
DICKES KUESSCHEN NACH HAUSE (WIE IHR SEHT HAENGT DIE HOCHSTELLTASTE NOCH IMMER)
BIS SPAETER
TINA
P.S. GROSSES DANKE AN PETER, DER HIER DIE FOTOS NACHTRAEGLICH EINFUEGT.
IST SCHICK.
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Tini
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12:39
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Mittwoch, 7. November 2007
Hallo, da bin ich wieder

Diesmal aus Matsuyama auf Shikogu.
Und heute hatten wir riesiges Glueck mit dem Wetter. Sonnenschein pur. Daher bin ich wohl auch frueh aufgewacht und habe den morgendlichen Spaziergang von gestern wiederholt. Neugierde wird belohnt und so kam ich auf einen suessen Aussichtspunkt mit herrlichem Blick ueber die Bucht von Hiroshima.
Dann ging es mit dem Schnellboot rueber auf Shigoku. Zu der Ueberfahrt sage ich nix weiter, nur soviel... ich bin offensichtlich nicht seefest.
Danach sind wir in eine hier ansaessige Weberei und Faerberei gegangen, wo wir ein "Handtuch" (eigentlich eher ein Taschentuch) Indigoblau und Batik eingefaerbt haben! Nun ja...
Dann gab es schon wieder Mittag (ich wollte eigentlich hier nicht essen, sondern etwas erleben!) und so langsam kommt mir der Fisch zu den Ohren raus. Er schmeckt auch immer recht eigenartig. Daher gibt's heute Abend bei mir auch nur Obst.
Nachmittags haben wir im Superschnelldurchlauf das Matsuyamajo (das Schloss) besichtigt. Eher eine Burganlage die aus dem 16. Jh noch erhalten ist. Da die Burg auf einem "Huegel" von 130 m Hoehe steht, fuhren wir mit dem Sessellift hoch. Auch ein Erlebnis. Vor allem wer Hoehenangst hat... nicht empfehlenswert.
Danach dann noch zum Dogo Onsen, die aelteste in Japan bekannte Thermalquelle. Das Bad im 40 Grad warmen Wassr mit dem Rest der Reisegesellschaft habe ich mir erspart.... so gut kennen wir uns nicht. Und ich bin froh. Die kamen alle gekocht wieder raus!
Dafuer habe ich einen Stadtbummel gemacht und japanische Schuhe gekauft... jetzt fehlt mir nur noch der Kimono dazu.
Und meine Speicherkarte noch 1 GB ist schon voll! Musste mir eine neue kaufen. Da hab ich ne 4 GB genommen. Im Hotel hab ich festgestellt, dass sie nicht funktioniert. Also wieder zurueck und umtauschen. Und erklaer mal dem Japaner, warum es nicht funktioniert.
Aber ich habe jetzt einen neue 2 GB und das geht.
Jetzt aber Schluss, mein Guthaben ist hier fast aufgebraucht.
Liebe Gruesse und ich schreib morgen mehr, wenn ich an einem Computer rankomme.
Tina
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Tini
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12:03
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Dienstag, 6. November 2007
Gruss aus Hiroshima
Guten Abend müße ich jetzt eigentlich sagen. Hier ist es bereits um neun abends und ich kann mich jetzt auf die faule Haut legen.
Nein, natuerlich schreibe ich euch erstmal meinen Reisebericht.
Ich bin also gestern Abend doch noch gut in Hiroshima angekommen. Der letzte Flug von Tokyo hierher war aber schon eine echte Tortur.
Heute Morgen ging es schon gegen neun Uhr los (trotz einiger Beschwerden von anderen Reiseteilnehmern - aber schliesslich wollen wir ja auch etwas erleben). Ich konnte allerdings schon gegen 6 Uhr nicht mehr schlafen und bin deswegen vor dem Hotel spazieren gegangen.
Leider liegt unser Hotel etwas außerhalb der Stadt, so dass ich abends nicht die Stadt unsicher machen kann. Dafuer liegt das Hotel aber direkt an der Deltamuendung und somit in einer schoenen Bucht.
Das heisst, sie waere noch schoener ohne den Frachtschiffverkehr. Es gibt sogar zwei kleine Straende..... und hunderte von streunenden Katzen!
Und das Wasser ist herrlich warm. Das musste ich heute feststellen, als ein Schiff Wellen verursachte, diese dann gegen den relativ tiefen Quai schlugen und ich meine morgendliche Dusche abbekam.
Nach einem exotischen Fruehstueck (Japaner essen Reis und Fisch und Miso-Suppe schon am Morgen) ging es dann los zur Insel Miyajima.
Dort haben wir uns den Itsukushima Schrein angeschaut. Das ist einer der beruehmtesten Schreine. Viele werden sicher das Wahrzeichen kennen.
Vor dem Schrein stehen (wie bei jedem Schrein) drei Torii (hoelzerene Tore, die die Seele reinigen sollen, bevor man den Schrein betritt). Das erste der drei Torii ist zinnoberrot und steht mitten im Wasser.
Vom Schrein ging es wieder zurueck zum Aki Hotel in Hiroshima, wo uns ein "interessantes" Mittagessen erwartete. Also ausser dem Reis, war mir keine Speise gelaeufig. Alles relativ gewoehnungsbeduerftig. Die gebackene Auster (uebrigens eine Spezialitaet aus Hiroshima) war das Beste.
Ich bin ja keinen Misosuppen-Fan, also hab ich daran auch nur mal genippt. Dann war da noch etwas roher Fisch... OK er war gut.
Dann ein puddingartiges Haufchen in einer braunen Bruehe (das soll von einer Wurzel gemacht werden)... nicht wirklich zu empfehlen. Zum Schluss gab es Tempura (frittierte Meeresfruechte und Gemuese), das war sehr lecker. Zum Nachtisch gab es Orangen und den japanischen Schokoladenersatz…eine Art Teig aus suessen roten Bohnen mit Reisbrei gefuellt.
Ist zwar etwas gewoehnungsbeduerftig aber doch ganz OK.
Danach fuhren wir dann zum A-Bomben-Denkmal. Naja, da gibt es nicht viel zu sehen. Die ehemalige Handelskammer war eines der drei Gebaeude, das nach dem A-Bomben-Abwurf vom 6.8.45 noch stand. Daraus wurde dann das heutige Denkmal.
Im Anschluß folgt der Friedenspark mit mehreren Gedenkstätten.
Und vor allem tausenden von gefalteten Kaninchen (Symbol des Friedens). Danach waren wir noch im Museum und sind dann ins Hotel zurückgefahren.
Heute Abend gab es dann ein gemeinsames Abendessen, bei dem wir uns alle einander vorgestellt haben. Die Gruppe ist im Großen und Ganzen schon OK, aber ich komme mir trotzdem vor, wie ein Japaner in Deutschland….raus aus dem Bus…Foto…Toilette, rein in den Bus und weiter geht es.
So, das war mein erster Tag hier in Japan. Mal sehe, was der Rest noch bringt. Ich packe jetzt meinen Rucksack, da wir morgen mit dem Schiff auf Shikogu fahren und unseren Koffer erst übermorgen wiederbekommen.
Außerdem nerft mich diese Tastatur, wo ich gerade irgendetwas umgestellt habe, aber nicht weiß was…Und Daher kann ich es auch nicht rückgängig machen.
Ausserdem habe ich Schwierigkeiten mich mit den kuriosen Schriftzeichen hier zurecht zu finden.
Ciao bis demnächst
Eure Tina
Sayonnara
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Tini
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13:02
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