Fuer meinen letzten Tag hatte ich mir gleich zwei Ziele vorgenommen. Eigentlich viel zu viel.
Nun ja, heute Morgen habe ich den 9 Uhr Zug wieder gen Sueden genommen. Toya, oder vielmehr der Kratersee Toya sollte mein erstes Ziel sein. Auf der Karte, die ich im Bahnhof Sapporo mitgenommen hatte, sah das alles ganz furchtbar einfach aus. Allerdings habe ich mich heute das erste Mal verlaufen.. naja, eigentlich nicht verlaufen. Ich habe mich absolut in den Distanzen vertan.
Die Karte, die ich hatte, war ohne Skala. Darauf war zu sehen, dass man nur die Hauptstrasse immer gerade aus gehen braucht und so kommt man automatisch zum See. So bin ich auch 45 min weit bergauf ganz gut gelaufen... dumm war nur, dass ich ploetzlich vor einem Autobahntunnel stand. Ich war mir zwar sicher, dass ich am Ende des Tunnels in Toyako-onsen bin, allerdings war ich mir auch sicher, dass ich den Tunnel nicht zu Fuss durchquere! So lebensmuede bin ich ja nun doch nicht. Also wieder die ganze Strecke zurueck zum Bahnhof. Dort schnappte ich mir ein Taxi und fuhr fuer 2130 Yen zum Kurort Toyako-onsen (=Bad Toya). Letzten Endes waren das fast 15-20 min mit dem Auto...
Der Toyasee ist ein Kratersee. Der Umfang betraegt ca 36 km. In der Mitte des Sees gibt es 4 Inseln, die man Sommer sogar betreten kann. Auf einer dieser Inseln lebt sogar eine Hirschart (Ezo deer), die nur hier auf Hokkaido vorkommt. Im Winter gibt es nur kleinere Seerundfahrten, aber die habe ich mir dann doch nicht entgehen lassen, denn vom See selbst aus hat man den besten Blick auf den Berg Usu, den hoechsten hier in der Gegend.
Man kann dort sogar mit einer Seilbahn rauffahren, aber die Talstation liegt in einem anderen Ort, zu weit weg um das alles heute zu schaffen. Gleich neben dem Usu, liegt der Usuzan, ein Vulkan der immer noch aktiv ist. Da dem Berg zahlreiche Fluesse entspringen, kommen diese als heisse Quellen zu Tage. Daher hat auch Toyako-onsen seinen Ruf als Kurort. Man kann von hier aus zu den Quellen wandern (allerdings ist das Gebiet im Winter gesperrt und nur von April bis September zugaenglich). Im Kurort selbst gibt es ueberall an den Strassen Fuss- und Handbaeder, die man nutzen kann. Allerdings moechte ich hier keine Kur machen. Der Ort ist schmucklos und trist. Die Seepromenade am Seerand entlang ist noch schoen, aber zwischen den Hotelreihen gibt es auch zwei drei Hotels, die seit laengerer Zeit geschlossen sind und verfallen. Vielleicht ist es ja ausserhalb der Stadt rund um den See schoener.
Dann nahm ich das Taxi zurueck zum Bahnhof und fuhr nach Noroibetsu. Das ist ebenfalls ein Kurort mit heissen Quellen. Hier hatte ich leider wieder Pech. Laut der Karte, die am Bahnhof lag (nur japanisch!!) war das Bad wieder genau gerade aus. Nach einer Stunde Fussmarsch und viel Gruebeln kam das erste Strassenschild.... Noroibetsu-onsen noch 7 km!! Haette ich das am Bahnhof gewusst.......
Also wieder zurueck.....
Und am Bahnhof angekommen, sah ich ein, dass es wohl keinen Sinn machte, nochmal mit dem Taxi rauf in die Berge zu fahren. Ich musste ja den 5 Uhr Zug zurueck erwischen. Der naechste ging erst wieder 19.44 Uhr und da ich heute noch Koffer packen muss, war mir dass dann alles spaet. Enttaeuscht schlenderte ich noch etwas durch den Ort. Schade.
Naja, beim naechsten Hokkaido-Besuch weiss ich Bescheid und dann nehm ich mir mehr Zeit und ein Taxi. Das kommt eben davon, wenn man ohne Reiseleitung und Touribus unterwegs ist!
Das war also mein letzter Tag hier. Jetzt geht`s rauf ins Zimmer Koffer packen, denn morgen muss ich zeitig raus. Mein Rueckflug nach Nagoya geht um 7.50 Uhr.... aber der erste Zug faehrt erst um 6.41 Uhr. Hoffentlich reicht das! Oder nehm ich ein Taxi???
Sonntag, 10. Februar 2008
Toya und Noboribetsu
Eingestellt von
Tini
um
12:03
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen