Halli Hallo alle zusammen!
Heute morgen wurde ich schon wieder vor schier unloesbare Aufgaben gestellt. Beim Fruehstueck entschloss ich mich eines der angebotenen Spiegeleier zu essen (kalt!!). Aber wie isst man Spiegeleier mit Staebchen??? Ich hab mich anschliessend umgezogen...... nein war ein Scherz, natuerlich hab ich hoeflich um eine Gabel gebeten.
Dann bin ich zum Zug gelaufen und habe den Rapid nach Otaru genommen. Also laut Reisefuehrer soll das ein kleines maleisches Fischerdoerfchen sein........ naja, ganz so malerisch ist es dann doch nicht.
Das witzige ist ja, dass ich immer rein ins Blaue fahre. Ich weiss so ohne Reiseleitung ja nie was mich am Zielort erwartet, aber das ist eigentlich auch wieder das Schoene.
In Otaru angekommen bin ich erstmal zum Hafen geschlendert. Da war die Entaeuschung dann schon erstmal gross. Es ist naemlich kein kleiner Fischerhafen, sondern ein riessiger Industriehafen. Das war also erstmal ernuechternd.
Ich bin dann am Otaru Kanal lang geschlendert. Der liegt direkt parallel vom Hafen, von diesem nur durch eine Reihe Lagerhaeuser getrennt. Frueher muss es wohl auf dem Kanal von kleinen Barken nur so gewimmelt haben. Die grossen Handelsschiffe liefen in Otaru in den Hafen ein, dort wurden die Waren dann in den Lagerhaeusern untergebracht und anschliessend von den kleinen Barken an die umliegenden Geschaefte verteilt. Mit anderen Worten, der Kanal war das eigentliche Handelszentrum. Heute liegen da zwar noch viele Schiffe vor Anker, aber fahren tut hier keiner mehr. Am Ende des Kanals liegt ein altes Regierungsgebaeude. Die ehemalige Otaru Niederlassung der Nihon Yusen CO. Hier muss einst ein wichtiger Vertrag von Russland und Japan unterzeichnet worden sein (Friedensvertrag???).
Ich bin dann die Strasse 2-3 km weiter lang gelaufen und dann kam ich vorbei an der Tanaka Sake Brauerei ins eigentlich heutige Zentrum von Otaru. Da ist es dann doch ganz malerisch. In der ganzen Stadt kann man naemlich noch viele Haeuser bewundern die zwischen 1880 und 1920 erbaut worden sind. Viele damals schon aus Stein. Es muss hier in Otaru um 1904 einen grossen Brand gegeben haben, bei dem fast die gesamte Stadt zerstoert wurde. Daher wurden viele Haeuser danach brandsicher gemacht und existieren so bis heute.
Entlang der Ironai Strasse bin ich also weiter gelaufen. Und hier reih sich ein Glasladen an den anderen. Otaru ist beruehmt fuer seine Glasblaeserwerkstaetten. In einigen kann man hier sogar selbst Hand anlegen. In anderen nur diese Kunstwerke in allen Formen und Farben erstehen. Und siehe, hier tummeln sich sogar allerhand Touristen.
Die Strasse endet auf einem grossen Platz. An dem steht eine Dampfuhr. Am Kopf der Uhr kommt tatsaechlich Wasserdampf heraus und zur vollen Stunde ertoent ein Pfeifton aehnlich dem eines Wasserkessels.
Gleich daneben ist das "Orgel Emporium".
Gemeint ist damit ein Laden, in dem tausende von Spieluhren stehen, die in Otaru gefertigt werden und die man dann kaufen kann. Meine Mutter wollte leider keine von diesen Staubfaengern haben und so habe ich auch keine gekauft.
Aber ich habe anschliessend meinen ersten Schrein besucht. Den Suitengu Schrein. Der liegt auf einer Anhoehe von der aus man einen Blick ueber ganz Otaru hat. Von hier oben sieht der Hafen aber immer noch nicht besser aus.
Danach noch zum Ryugu Schrein und dann hab ich gerade noch den Rapid zurueck nach Sapporo erwischt.
Gegen 4 Uhr Ankunft in Sapporo. Und da die Dunkelheit nahte bin ich schnell hinauf auf den JR Tower. Vom 38. Stock aus, hat man einen 360 Grad Blick ueber Sapporo. Das heisst... wenn es nicht gerade schneit, wie bei mir! Aber keine Bange. Ich habe 10 minuten gewartet und mich ausgeruht und schwubs klarte der Himmel auf. Man hat tatsaechlich einen sehr schoenen Blick.
danach bin ich nochmals zum Schneefestival, denn da war schon alles hell erleuchtet. Super. Leider kann man auch bei diesem Licht viele Einzelheiten der Eisskulpturen nicht besser erkennen. Dafuer aber bei den farbig angestrahlten Schneeskulpturen.
Da hat es sich tatsaechlich noch einmal gelohnt sich kalte Fuesse zu holen.
Also wieder ein anstrengender Tag mit viel Gelaufe.
Morgen gehts nach Hakodate. Das ist die Suedspitze Hokkaidos. Mal sehen, inwieweit der Reisefuehrer hier mit seiner Beschreibung Recht hat.
Donnerstag, 7. Februar 2008
Otaru
Eingestellt von
Tini
um
13:33
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