Hallo Sumo-Fans,
es ist wieder soweit. Das Frühlings Basho läuft gerade in Osaka. Wie immer findet ihr den aktuellen deutschen Kommentar auf www.sumotalk.com ... so könnt ihr euch auf dem Laufenden halten, da Eurosport in 2008 leider nicht mehr überträgt.
Dienstag, 11. März 2008
Osaka Basho
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Tini
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Dienstag, 12. Februar 2008
Weiß zufällig jemand was das ist?
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Tini
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wieder in Deutschland
.... nun bin ich schon wieder daheim..... ich vermisse schon meine -13 Grad Außentemperatur und den vielen Schnee. Zum Abschied hat es die ganze Nacht geschneit, sogar noch, als ich ins Flugzeug gestiegen bin. Kurioserweise halten es die Japaner wohl nicht für nötig auf der Startbahn Schnee zu schieben oder zu streuen. Wir flogen gleich so los... beziehungsweise rutschten.... und es ist ein seltsames Gefühl im Flieger zu sitzen und die Räder drehen durch wenn der Pilot Gas gibt!
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Tini
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Sonntag, 10. Februar 2008
Toya und Noboribetsu
Fuer meinen letzten Tag hatte ich mir gleich zwei Ziele vorgenommen. Eigentlich viel zu viel.
Nun ja, heute Morgen habe ich den 9 Uhr Zug wieder gen Sueden genommen. Toya, oder vielmehr der Kratersee Toya sollte mein erstes Ziel sein. Auf der Karte, die ich im Bahnhof Sapporo mitgenommen hatte, sah das alles ganz furchtbar einfach aus. Allerdings habe ich mich heute das erste Mal verlaufen.. naja, eigentlich nicht verlaufen. Ich habe mich absolut in den Distanzen vertan.
Die Karte, die ich hatte, war ohne Skala. Darauf war zu sehen, dass man nur die Hauptstrasse immer gerade aus gehen braucht und so kommt man automatisch zum See. So bin ich auch 45 min weit bergauf ganz gut gelaufen... dumm war nur, dass ich ploetzlich vor einem Autobahntunnel stand. Ich war mir zwar sicher, dass ich am Ende des Tunnels in Toyako-onsen bin, allerdings war ich mir auch sicher, dass ich den Tunnel nicht zu Fuss durchquere! So lebensmuede bin ich ja nun doch nicht. Also wieder die ganze Strecke zurueck zum Bahnhof. Dort schnappte ich mir ein Taxi und fuhr fuer 2130 Yen zum Kurort Toyako-onsen (=Bad Toya). Letzten Endes waren das fast 15-20 min mit dem Auto...
Der Toyasee ist ein Kratersee. Der Umfang betraegt ca 36 km. In der Mitte des Sees gibt es 4 Inseln, die man Sommer sogar betreten kann. Auf einer dieser Inseln lebt sogar eine Hirschart (Ezo deer), die nur hier auf Hokkaido vorkommt. Im Winter gibt es nur kleinere Seerundfahrten, aber die habe ich mir dann doch nicht entgehen lassen, denn vom See selbst aus hat man den besten Blick auf den Berg Usu, den hoechsten hier in der Gegend.
Man kann dort sogar mit einer Seilbahn rauffahren, aber die Talstation liegt in einem anderen Ort, zu weit weg um das alles heute zu schaffen. Gleich neben dem Usu, liegt der Usuzan, ein Vulkan der immer noch aktiv ist. Da dem Berg zahlreiche Fluesse entspringen, kommen diese als heisse Quellen zu Tage. Daher hat auch Toyako-onsen seinen Ruf als Kurort. Man kann von hier aus zu den Quellen wandern (allerdings ist das Gebiet im Winter gesperrt und nur von April bis September zugaenglich). Im Kurort selbst gibt es ueberall an den Strassen Fuss- und Handbaeder, die man nutzen kann. Allerdings moechte ich hier keine Kur machen. Der Ort ist schmucklos und trist. Die Seepromenade am Seerand entlang ist noch schoen, aber zwischen den Hotelreihen gibt es auch zwei drei Hotels, die seit laengerer Zeit geschlossen sind und verfallen. Vielleicht ist es ja ausserhalb der Stadt rund um den See schoener.
Dann nahm ich das Taxi zurueck zum Bahnhof und fuhr nach Noroibetsu. Das ist ebenfalls ein Kurort mit heissen Quellen. Hier hatte ich leider wieder Pech. Laut der Karte, die am Bahnhof lag (nur japanisch!!) war das Bad wieder genau gerade aus. Nach einer Stunde Fussmarsch und viel Gruebeln kam das erste Strassenschild.... Noroibetsu-onsen noch 7 km!! Haette ich das am Bahnhof gewusst.......
Also wieder zurueck.....
Und am Bahnhof angekommen, sah ich ein, dass es wohl keinen Sinn machte, nochmal mit dem Taxi rauf in die Berge zu fahren. Ich musste ja den 5 Uhr Zug zurueck erwischen. Der naechste ging erst wieder 19.44 Uhr und da ich heute noch Koffer packen muss, war mir dass dann alles spaet. Enttaeuscht schlenderte ich noch etwas durch den Ort. Schade.
Naja, beim naechsten Hokkaido-Besuch weiss ich Bescheid und dann nehm ich mir mehr Zeit und ein Taxi. Das kommt eben davon, wenn man ohne Reiseleitung und Touribus unterwegs ist!
Das war also mein letzter Tag hier. Jetzt geht`s rauf ins Zimmer Koffer packen, denn morgen muss ich zeitig raus. Mein Rueckflug nach Nagoya geht um 7.50 Uhr.... aber der erste Zug faehrt erst um 6.41 Uhr. Hoffentlich reicht das! Oder nehm ich ein Taxi???
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Tini
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12:03
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Samstag, 9. Februar 2008
Asahikawa
Sooo, heute ging es ins verschneite Zentrum von Hakkaido.
Ueberall liegen in den Touristeninformationen Hokkaidos Flyer des Asahiyama Zoos aus. Tja, das wollte ich mir nicht entgehen lassen. Gegen 9 Uhr heute Morgen nahm ich den Zug nach Sapporo und kam gerade noch rechtzeitig an um den 9.30 Uhr Schnellzug nach Asahikawa zu nehmen. Dumm war nur, dass ich die ganze Zeit stehen musste, weil so viele Leute in diese Stadt fuhren.
In Asahikawa angekommen stuermte alles zum Bus. Der Zoo liegt etwa eine halbe Stunde Busfahrt ausserhalb der Stadt. Leider wollten soviele Leute hin, dass schon 30 m vor der Bushaltestelle die Schlange begann. Aber in der Schlange stehen koennen die Japaner ja. Fein saeuberlich in Zweierreihe. Es dauerte auch nicht lange, dann kamen sogar zwei Busse.
Die Busfahrt kostet 400 Yen. Ist also auch erschwinglich.
Am Zoo angekommen musste ich feststellen, dass der Zoo eine wahre Attraktion auf Hokkaido zu sein scheint. Und wie das in Japan so ueblich ist... zu einer Attraktion, da kommen viele Touristen, zu 99 % Japaner. Und wie kommen die Japaner... in Horden von Bussen. Hier waren es zwischen 30 und 40 Bussen!!!!
Immer noch war ich recht optimistisch. Der Eintritt ist auch nicht so teuer. 580 Yen, also nicht mal 5 Euro pro Erwachsener.
Drinnen angekommen, war die Freude aber schnell vorbei. Der Zoo ist in etwa so gross wie der Tierpark Siegmar in Chemnitz, vielleicht noch kleiner. Es sind nicht sehr viele Tiere zu sehen und daher stapeln sich die Menschen vor den Gehegen, selbst wenn darin gar nix zu sehen ist. So kommt man kaum dazu die Tiere zu sehen, geschweige denn den Blick zu geniesen oder ein Foto zu schiessen. Wirklich schade.
Im Zoo selbst gibt es viele Kaelte liebende Tiere. Pinguine, Robben etc. Das Schoenste war wohl der ausgewachsene Eisbaer (hallo Knut und Flocke), der sich genuesslich im Schnee raeckelte und die Sonnenstrahlen genoss, dann gaehnte und zum Mittagsschlaf einnickte.
Die meisten anderen Tiere muessen in ihren Innenkaefigen bleiben. Dort stehen natuerlich tausende von Leuten an. An einem der Haueser blieb ich stehen und beobachtete, dass die Schlange eigentlich ganz schnell voranging. Also dachte ich mir: " naja, wenn das so schnell geht, dann lohnt es sich vielleicht doch, die Tiere drinnen anzusehen." Was dann kam, nahm mir die Luft. Kaum war ich im Haus drinnen, rief schon ein japanischer Aufpasser wild mit den Armen fuchtelnd irgendetwas. Die Menschenmenge wurde am Gehege (Orang utans) vorbei getrieben und drei Schritte weiter war ich auch schon aus dem Haus wieder draussen. Zuvor versuchte ich noch ein Foto zu schiessen. Das brachte den Aufpasser voellig aus dem Takt und er rief mit einer noch schrilleren Stimme (hysterisch)..... etwas, was wohl soviel heissen sollte wie "Nicht stehenbleiben".
Bei den anderen Haeusern standen aehnliche Schlangen und das hab ich mir dann geschenkt. So macht ein Zoobesuch nun wirklich keinen Spass. Wenn jetzt im Winter schon soviele Touris hier sind, wie sieht es dann im Sommer hier aus?
Wieder zurueck in der Stadt habe ich noch einen kurzen Stadtbummel gemacht. Es stellte sich heraus, dass in Asahikawa parallel zum Schneefestival in Sapporo ein Wettbewerb im Eisskulpturen erstellen stattfindet.
Die gesamte Anzahl der Skulpturen wird entlang der Hauptstrasse ausgestellt. Sie alle anzuschauen dauerte fast 90 min und so nahm ich gegen 16 Uhr den Direktzug nach Chitose.
Auf der Rueckfahrt war noch mehr Gedraenge im Zug als zur Hinfahrt. In Sapporo stiegen soviele Leute ein, dass alle Gaenge vollstanden wie zur Rush Hour in Tokyo in der Ubahn. Aber nicht nur das. Die kommen alle vom Shopping und haben unzaehlige riesige Papiertaschen mit ihren Einkaeufen. Die werden alle auch noch in den Gang gestellt. Kein Wunder, dass so die Leute bei den Fahrtbewegungen des Zuges nicht umfallen. Aber angenehm ist das nicht. Vor allem, wenn man an seiner Haltestelle angekommen ist und aussteigen will. Dann heisst es draengeln ohne Ruecksicht auf Verluste.
Damit endet der vorletzte Tag. Die Rueckreise rueckt verdaechtig naeher.....
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Tini
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Freitag, 8. Februar 2008
Hakodate
Also heute bin ich direkt ein wenig stolz auf mich. Ich habe ohne Netz und doppelten Boden wieder zurueck ins Hotel gefunden. Das war gar nicht so einfach, denn ich war in Hakodate ohne Stadtplan unterwegs.
Los ging es aber erstmal heute morgen. Recht frueh sogar, denn ich wollte nicht allzu spaet in Hakodate ankommen. Mit dem Zug faehrt man von Chitose aus fast 3 1/4 Stunden. Das ist eine ganze Menge. Die Zugfahrt ist aber sehr schoen. Man faehrt direkt an der Kueste entlang nach Sueden. Hat also auf seiner Linken den Ozean und auf der Rechten die zerkluefteten und schneebedeckten Berge Hokkaidos.
In Hokodate angekommen ging ich erstmal weiter gen Sueden,was sich sogar als richtig heraus stellte. Am westlichen Ufer entlang kommt man an zahlreichen Backstein Lagerhaeusern vorbei. Hakodate ist der naechstgelegenee Hafen zur Hauptinsel Honshu und war daher schon immer ein wichtiger Umschlagplatz fuer Waren. Heute befinden sich zahlreiche Laeden in den Lagerhaeusern, wie eine Art Einkaufszentrum.
Ich orientierte mich dann weiter Richtung Berg Hakodate, denn vom Fusse des Berges aus kommt man mit einer Drahtseilbahn in 3 min auf den Berg selbst. Zunaechst aber noch ein kurzer Fotostop vor einem Tempel, dem Higashihongan-ji.![]()
Und bevor man zur Drahtseilbahn kommt geht man auch mehr oder weniger an der Motomachi roemisch-katholischen Kirche und der russisch-orthodoxen Kirche vorbei. Es ueberrascht schon etwas zwei solche Bauwerke hier zu sehen, aber auf vielen touristischen Hinweisschildern sieht man kiryllische Schriftzeichen, was darauf hinweist, dass sich von Zeit zu Zeit wohl auch russische Touristen hierher verirren. Vielleicht oefter als Deutsche, denn ich wurde heute von fast allen Einwohnern misstrauisch und erstaunt betrachtet. Scheinbar sehen die Menschen hier nicht viele Europaerinnen allein unterwegs.
Dann also ab zur Drahtseilbahn. Die Dame am Kartenverkauf sprach natuerlich kein English. Was mich vor das Problem stellte zu erfragen, wann denn die naechste Bahn faehrt. Es dauerte eine Weile bevor ich das Japanische Schild mit der Uhr verstand. Es wurde naemlich angezeigt, wann die naechste Bahn faehrt, in welchen Abstand sie fahren und wann die letzte Bahn faehrt. War nicht so einfach zu durchschauen aber da der Abstand zwischen zwei Bahnen heute gerade mal 10 min betrug, musste ich nicht lange warten.
So kam ich dann fuer den moderaten Preis von 1160 Yen (Hin- und Rueckfahrt) in den Genuss einer atemberaubenden Aussicht ueber Hakodate und rundherum auf den Ozean. Bei Dunkelheit ist der Blick sicher nochmal so toll, da man Hakodate auch die Stadt der Lichter nennt.
Wieder unten angekommen zog ich weiter nach Osten. Naechste Station der Gokoku Schrein. Seltsamerweise scheint es den Shinto Goettern allen zu kalt zu sein, denn alle Schreine die ich bisher gesehen habe sind geschlossen. Anschliessend bin ich weiter durch den Hakodate Park zum Hakoate Hachimangu Schrein. Dort habe ich sogar einen Shintopriester erblickt, also sind die Tempel doch besetzt. Leider haben nicht einmal die schreineigenen Verkaufsstaende von Gluecksbringern auf.
Das Hinweisschild am Fusse des Schreins zeigte, dass es bis zum Denkmal der gefallenen Krieger des Tokugawa Shogunats noch 300m sein sollten. Waren es wohl auh, allerdings ging es wieder ein Stueckchen auf den Berg Hakodate und in den Wald. Das Denkmal wurde zu Ehren der Krieger errichtet, die beim Kampf um Hakodate fuer den Tokugawa Shogun gefallen waren. Eigentlich sollten sie, weil sie Rebellen waren, nicht beerdigt werden und haben nachtraeglich dieses Denkmal errichtet bekommen.
Eine Waldstrasse fuehrte mich dann noch 1200 m weiter oestlich zum Kap Tachimachi. Man laeuft durch den Wald und kann dabei die Kueste entlang das Meer sehen. Ein Ausblick, der sich ebenfalls lohnt. Ploetzlich tauchten am Strassenrand Graeber auf. Sie stehen genau an den steilsten Stellen des Berges Hakodate und bieten somit ein malerisches Panorama fuer die Ahnen, die dort ihre letzte Ruhestaette gefunden haben.
Am Ende der Strasse liegt die Aussichtsplattform des Kaps Tachimachi, von der aus man einen tollen Blick auf die zerklueftete Kueste hat. Am Ende der Waldstrasse war alledings auch eine grosse Schranke, die darauf hinweisen sollte, dass die Strasse eigentlich gesperrt war.....
Ich bin weiter entlang der Kueste zu einer Art versteckter Treppe gegangen. Dort stand zwar ein grosses Schild mit roten Zeichen... aber da ich kein Japanisch lesen kann interpretierte ich es als "Betreten auf eigene Gefahr". Die Neugierde siegte und so fand ich mich am Ende der Treppe direkt am Wasser wieder.
Ein Blick auf die Uhr und ich entschied, dass ich langsam zurueck gehen sollte, sonst verpasse ich den Zug zurueck. Also die Treppe raus und die naechste Strasse gen Norden..... nun lief ich direkt durch den Friedhof. Von der Waldstrasse aus hatte ich nur ein paar vereinzelte Graeber gesehen, tatsaechlich liegt hier aber der gesamte Friedhof von Hakodate! Am Ende der Strasse dann... ein Schranke..... Betreten des Friedhofs verboten..... ehmm nun ja. Irgendwie musste ich ja schliesslich zurueck in die Stadt, oder??
Tja, den Bahnhof habe ich dank vieler Strassenschilder recht einfach wieder gefunden und bin 16.43 Uhr zurueck nach Chitose. Diesmal wurde ich sogar vom Schaffner kontrolliert. Das ist allerdings ueberfluessig, denn ohne Fahrkarte, kommt man gar nicht durch die elektronischen Schranken am Eingang zu den Gleisen. Vor allem ueberwacht auch noch das Bahnhofspersonl mit Adleraugen die Schranken.
Im Limited Express kommt sogar ab und an eine Angestellte mit ihrem Wagen voller Suessigkeiten und Getraenken vorbei. Das Witzige: Japaner muessen sich ja immer verbeugen. Also auch die Angestellte mit ihrem Wagen. Sie stellt den Wagen ab, dreht sich um, verbeugt sich und geht erst dann aus dem Wagon.
Und... der japanische Verpackungswahnsinn hat wieder zugeschlagen. Ich habe heute Trockenpflaumen gekauft. Die sind in einem Plastikbeutel eingeschweisst. Und in dem Beutel ist jede Pflaume noch einmal einzeln eingeschweisst. Was machen die Japaner nur mit dem ganzen Muell???
So, nun bleiben nur noch zwei Tage und ich muss mich zwischen den vielen Zielen hier entscheiden. Leider habe ich wohl nicht die Zeit bis in den Norden zu fahren. Da bin ich mindestens 4 Stunden mit dem Zug unterwegs. Dazu reicht einfach meine Zeit nicht. Na mal sehen....
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Tini
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Donnerstag, 7. Februar 2008
Otaru
Halli Hallo alle zusammen!
Heute morgen wurde ich schon wieder vor schier unloesbare Aufgaben gestellt. Beim Fruehstueck entschloss ich mich eines der angebotenen Spiegeleier zu essen (kalt!!). Aber wie isst man Spiegeleier mit Staebchen??? Ich hab mich anschliessend umgezogen...... nein war ein Scherz, natuerlich hab ich hoeflich um eine Gabel gebeten.
Dann bin ich zum Zug gelaufen und habe den Rapid nach Otaru genommen. Also laut Reisefuehrer soll das ein kleines maleisches Fischerdoerfchen sein........ naja, ganz so malerisch ist es dann doch nicht.
Das witzige ist ja, dass ich immer rein ins Blaue fahre. Ich weiss so ohne Reiseleitung ja nie was mich am Zielort erwartet, aber das ist eigentlich auch wieder das Schoene.
In Otaru angekommen bin ich erstmal zum Hafen geschlendert. Da war die Entaeuschung dann schon erstmal gross. Es ist naemlich kein kleiner Fischerhafen, sondern ein riessiger Industriehafen. Das war also erstmal ernuechternd.
Ich bin dann am Otaru Kanal lang geschlendert. Der liegt direkt parallel vom Hafen, von diesem nur durch eine Reihe Lagerhaeuser getrennt. Frueher muss es wohl auf dem Kanal von kleinen Barken nur so gewimmelt haben. Die grossen Handelsschiffe liefen in Otaru in den Hafen ein, dort wurden die Waren dann in den Lagerhaeusern untergebracht und anschliessend von den kleinen Barken an die umliegenden Geschaefte verteilt. Mit anderen Worten, der Kanal war das eigentliche Handelszentrum. Heute liegen da zwar noch viele Schiffe vor Anker, aber fahren tut hier keiner mehr. Am Ende des Kanals liegt ein altes Regierungsgebaeude. Die ehemalige Otaru Niederlassung der Nihon Yusen CO. Hier muss einst ein wichtiger Vertrag von Russland und Japan unterzeichnet worden sein (Friedensvertrag???).
Ich bin dann die Strasse 2-3 km weiter lang gelaufen und dann kam ich vorbei an der Tanaka Sake Brauerei ins eigentlich heutige Zentrum von Otaru. Da ist es dann doch ganz malerisch. In der ganzen Stadt kann man naemlich noch viele Haeuser bewundern die zwischen 1880 und 1920 erbaut worden sind. Viele damals schon aus Stein. Es muss hier in Otaru um 1904 einen grossen Brand gegeben haben, bei dem fast die gesamte Stadt zerstoert wurde. Daher wurden viele Haeuser danach brandsicher gemacht und existieren so bis heute.
Entlang der Ironai Strasse bin ich also weiter gelaufen. Und hier reih sich ein Glasladen an den anderen. Otaru ist beruehmt fuer seine Glasblaeserwerkstaetten. In einigen kann man hier sogar selbst Hand anlegen. In anderen nur diese Kunstwerke in allen Formen und Farben erstehen. Und siehe, hier tummeln sich sogar allerhand Touristen.
Die Strasse endet auf einem grossen Platz. An dem steht eine Dampfuhr. Am Kopf der Uhr kommt tatsaechlich Wasserdampf heraus und zur vollen Stunde ertoent ein Pfeifton aehnlich dem eines Wasserkessels.
Gleich daneben ist das "Orgel Emporium".
Gemeint ist damit ein Laden, in dem tausende von Spieluhren stehen, die in Otaru gefertigt werden und die man dann kaufen kann. Meine Mutter wollte leider keine von diesen Staubfaengern haben und so habe ich auch keine gekauft.
Aber ich habe anschliessend meinen ersten Schrein besucht. Den Suitengu Schrein. Der liegt auf einer Anhoehe von der aus man einen Blick ueber ganz Otaru hat. Von hier oben sieht der Hafen aber immer noch nicht besser aus.
Danach noch zum Ryugu Schrein und dann hab ich gerade noch den Rapid zurueck nach Sapporo erwischt.
Gegen 4 Uhr Ankunft in Sapporo. Und da die Dunkelheit nahte bin ich schnell hinauf auf den JR Tower. Vom 38. Stock aus, hat man einen 360 Grad Blick ueber Sapporo. Das heisst... wenn es nicht gerade schneit, wie bei mir! Aber keine Bange. Ich habe 10 minuten gewartet und mich ausgeruht und schwubs klarte der Himmel auf. Man hat tatsaechlich einen sehr schoenen Blick.
danach bin ich nochmals zum Schneefestival, denn da war schon alles hell erleuchtet. Super. Leider kann man auch bei diesem Licht viele Einzelheiten der Eisskulpturen nicht besser erkennen. Dafuer aber bei den farbig angestrahlten Schneeskulpturen.
Da hat es sich tatsaechlich noch einmal gelohnt sich kalte Fuesse zu holen.
Also wieder ein anstrengender Tag mit viel Gelaufe.
Morgen gehts nach Hakodate. Das ist die Suedspitze Hokkaidos. Mal sehen, inwieweit der Reisefuehrer hier mit seiner Beschreibung Recht hat.
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Tini
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