Sonntag, 11. November 2007

おげんきですか?

Hallo allerseits, da bin ich wieder um euch berichten. Da ich gestern nicht schreiben konnte, hier der Bericht zunaechst vom Samstag.

Erwaehnen moechte ich, dass ich am Samstag beim Fruehstueck das erste Mal Kaese auf den Fruehstuecksbuffett gefunden habe. Yey, dachte ich, da musste du sofort zuschlagen. Das tat ich auch. Leider musste ich feststellen, dass dieser "Camembert" zwar einem franzoesischen Camembert fast aehnlich sieht, leider steht es mit dem Geschmack nicht so. Es feht jeglisches Fett, Aroma und zuletzt habe ich mich sogar gefragt, ob dieser Kaese ueberhaupt aus Kuhmilch hergestellt wurde! Japaner koennen ja angeblich Lakotose nicht verdauen. Daher wuerde es mich nicht wundern, wenn sie den Kaese aus irgendetwas anderem herstellen wuerden. Vielleicht aus Soja? Alle anderen Speisen haben jedenfalls irgendwie immer damit zu tun.....

Wir haben dann unsere fahrt zum Kojasan gestartet. Auf der Spitze dieses Berges hat der Kobodaishi 819 ein Kloster gebaut und die Shingon-Schule gegruendet.
Es handelt sich dabei um einen buddhistischen Orden. Daneben befinden sich allerlei Tempel (insgesamt 117 Stueck). Das kommt daher, dass frueher Politiker oder Samurai, wenn sie sich aus dem Dienst zurueckzogen oft Tempel bei einer Buddhistischen Schule gruendeten.

Auf dem Berg angekommen gingen wir erstmal auf einer riesigen Friedhofsanlage spazieren. Dort befinden sich ueber 20.000 Graeber und Gedenkstaetten, die von den einzelnen Tempeln verwaltet und betreut werden. Darunetr gibt es wahnsinnig grosse und kleine Graeber und Gedenkstaetten. Eine Raketenfirma hat zum Beispiel als Gedenkstein eine Rakete (fuer die Firmenangestellten), Nissan hat ebenfalls so etwas. Die Kaffeeautomatenfirma schmueckt die Gedenkstaette mit zwei riesigen Kaffeetassen. Dazwischen findet mal Kuppelgraeber von Koreanern, Priestergraeber und an einer Stelle sogar ein Sammelgrab (da wird eine kleine Statuette aufgestellt, wenn die Graeber nach 50 oder mehr Jahren abgeraeumt werden).

Am Ende des Friedhofs kommt man dann an einem Mausoleum an. Davor stehen viele buddhistische Goetterfiguren, denen die Pilger dann huldigen. Sie spenden einen Betrag X und dann spritzen sie die Figuren mit Wasser nass.... das ist jedenfalls das, was ich beobachtet habe, aber da ich nicht buddhistisch bin, kann ich nicht mehr dazu sagen.
Dahinter ist also das Mausoleum, wo der Kobodaishi begraben liegt und dort wird kraeftig und aus lauter Kehle gebetet.

Nach Friedhof und Mausoleum besuchten wir noch das ehemalige Verwaltungsgebaeude Kongobuji. Sehenswert schon von aussen, da sich auf dem Dach grosse Wasserbehaelter befinden. Die sollen das Gebaeude symbolisch vor Feuer schuetzen. In den Raeumen kann man die Wandmalereien bewundern und eine Teestube besuchen.

Danach ging es dann zu unserer Herberge. Wider Erwarten habe ich sogar ein Einzelzimmer bekommen. Das lag wohl daran, dass in dieser Nacht nur unser Reisebus dort uebernachtete. Allerdings ist diese Herberge nun typisch japanisch. Das heisst zunaechst.... Schuhe aus. Es wird nur in Pantoffeln durchs Haus gezogen und als erstes muss man Strassenkleidung ablegen und in eine Yukata schluepfen. Die sind natuerlich Einheitsgroesse und mir viel zu gross. Dann hab ich das gute Stueck auch noch falsch herum gewickelt und man sagte mir, dass ich dadurch nun fuer eine Totenwache angezogen sei......
In der Herberge ist es ziemlich feucht und muffig. Das einzige Moebel im Zimmer ist ein 20 cm hoher Tisch mit Heizdecke unter den man seine Beine strecken kann, wenn man daran sitzt. Geschlafen wird auf einem Futon und einem Kopfkissen gefuellt mit Schalen von Buchweizen. Das Ganze liegt auf den Tatamis also quasi auf dem Boden.
Bevor wir aber zu Bett gehen, gibt es ein gemeinsames Abendessen (natuerlich vegetarisch), aber das war ganz gut. Jedenfalls habe ich fast alles gegessen. Da dann alle sich schon in die Zimmer zurueck gezogen haben, ich aber in dieses kalte Bett nicht gehen wollte, habe ich mich mit Stephan aus der Gruppe bis ca halb zwoelf ueber Gott und die Welt unterhalten.

Dann hab ich mich doch ins Bett gequaelt hab aber schrecklich geschlafen.

Und ich musste in dieser Herberge feststellen, dass auch die Japaner Plumsklos haben! Auf japanisch halt.... ich glaub, das ist noch ne Spur schaerfer als deutsche Plumsklos.....

Und damit folgt nun der Bericht vom Sonntag......

Freitag, 9. November 2007

Osaka - こんばんわおさか

Guten Abend Osaka!

Also heute Abend ist dieses Hotel ja richtig spitze! Ich bin im Sheraton in Osaka und hier kann ich das Internet sogar eine halbe Stunde gratis benutzen. Und da hier eh keiner ist, vielleicht auch laenger. Aber nun zu meinem Tagesbericht.

Zunaecht einmal sind wir wieder auf das Festland (so nannte es unserer Reiseleitung aber soweit ich weiss, ist Japan eine Insel!) zurueck gefahren. Aber nicht mit dem Schiff (zum Glueck) sondern ueber die Seto ohashi - die "grosse Bruecke ueber das Binnenmeer". Sie wurde erst 1988 fertig gestellt und ist 9,4 km lang und es hat 10 Jahre gedauert, ehe sie fertig gestellt worden ist.

Danach ging es nach Himeji, wo wir das Himeji-jo (das Schloss) besichtigt haben. Ein Traum. Das Schloss steht erhoeht auf einem 46 m hohem Huegel und trohnt ueber der Stadt.
Das Schloss selbst ist noch einmal 45 m hoch und damit kaum zu uebersehen. Das Besondere: zunaechst einmal ist es auf einem stabilen Steinfundament gebaut. Dieses Fundament hat bisher jedem Erdbeben standgehalten, obwohl das Schloss selbst wohl schon mal bei einem Beben zerstoert wurde. 1580 wurden die ersten drei Stockwerke des Schlosses gebaut und 1601 wurde es um weitere zwei Stockwerke erweitert. Und noch etwas Besonderes gibt es. Die Holzwaende wurden mit weissem Lehm verkleidet. Erstens wurde damit das Holz haltbarer gemacht, weil es dem Wetter nicht so ausgesetzt ist und zweitens wurde es so gegen Feuer geschuetzt. Die weisse Farbe hat dem Schloss auch seinen Spitznamen gegeben: "Weisser Reiher".
Das Schloss gehoert im uebrigen zum Weltkulturerbe.

Mittagessen gab es in einem Lokal gleich gegenueber der Burg. Daher hatten wir einen wunderschoenen Panoramablick auf das Schloss und haben zum ersten mal ein "westliches Mittagessen" genossen. Gebeizter Lachs, Suppe, Rindfleisch und Gemuese und Pudding und es gab einen richtigen echten Kaffee! Die Reiseleiterin meinte auch, dass heute am Tisch viel mehr gesprochen und gelacht wurde, als bei den japanischen Mittagessen......ohne Worte

Und dann traten wir die lange Reise nach Osaka an. Osaka ist riesig. Mit seinen 2,6 Mio Einwohnern einer der groessten Staedte Japans. Aber es unetrscheidet sich (fuer mich jedenfalls) nicht wesentlich von Tokyo.
Erste Station in Osaka.... Kuchu Teien Tenbodai..... ein riesiger Buerokomplex mit einer Aussichtsplattform (The floating garden). Dort sind wir natuerlich hoch, um den wunderbaren Ausblick ueber die gesamte Stadt zu geniesen. Von dort aus sieht man sogar das Schloss von Osaka, das ganz verloren zwischen tausenden von Hochhaeusern steht.
Von Hochhaus ging es dann ins Hotel und von dort aus sind wir losgezogen ins Vergnuegungsviertel..... dazu kann ich nicht viel sagen, denn mir fehlen einfach die Worte fuer dieses "Chaos". Bars, Kneipen, Pachinko (Spielhallen), Karaoke.... alles auf einem Haufen. Es blinkt an allen Ecken und Enden und man wird mit Musik und Werbung dermassem zugedroehnt, dass einem regelrecht der Kopf weh tut. Zum Glueck verstehe ich nichts, sonst waere es wohl noch schwerer zu ertragen.

Auf alle Faelle bin ich noch in ein Elektro-Kaufhaus gegangen! Ein Traum fuer jeden Technikfreak. Hier habe ich auch noch eine Speicherkarte fuer den Fotoapparat bekommen und bin jetzt glaub ich fuer den Rest des Urlaubs geruestet (ich habe schon an die 500 Fotos gemacht!). Und fast haette ich mir ein japanisches Handy gekauft. Die find ich echt genial. Voellig anderes Design als deutsche Handys. Leider weiss ich nicht, wo der Kostenpunkt liegt (weil Handy ohne Vertrag) und ob die Menues auch in Englisch vorhanden sind. Und der Verkaufer... nun ja, die Sprachbarriere hat wieder zugeschlagen.

Postkarten habe ich nun auch alle geschrieben und nun kann der Urlaub weitergehen.
Morgen werde ich wahrscheinlich nicht schreiben, denn morgen gehe ich ins Kloster. Das liegt ganz oben in den Alpen (bei 900 m Hoehe glaube ich) und da soll es wohl schon ziemlich kalt sein. Auch gut, so kann ich wenigstens mal die ganzen Pullis auspacken, die ich voellig umsonst bisher mit mir rumgeschleppt habe (denn wir haben 25 Grad hier!).

Dann also bis uebermorgen, wenn ich bekehrt und glaeubig hoffentlich in der alten Kaiserstadt Kyoto ankomme.

Dickes Kuesschen nach Hause.

Tina

Donnerstag, 8. November 2007

たかまつ

こんばんわ
わたし の なまえ ちなさん です。

Winke winke aus Takamatsu

Und da bin ich wieder.

Heute abend bin ich sogar reichlich geschafft. Es ging heute morgen auch schon gegen 8 Uhr los. Zwei Stunden fahrt bis zum

Mist ich hab schon wieder  irgendetwas auf dieser bloeden Tastatur verstellt!.

Die Zeit dorthin vertrieb uns die Reiseleitung mit dem Erklären von einigen Kanji (einem Teil der japanischen Schriftsprache) und nun kann ich tatsächlich einige Zeichen lesen. Allerdings nicht viel, aber ich weiß wie ich Auto, Berg, kleiner und großer Wald, Mann, Frau und die Zahlen von 1 bis 100 geschrieben werden Aussprechen kann ich es trotzdem noch nicht. Das ist vielleicht Lektion 2 für morgen, wenn wir drei Stunden bis Osaka fahren.

Aber zurueck zum Kotohira-Schrein. Der liegt am Hang des Berges KONPIRASAN-DER ELEFANTENKOPFBERG

(jetzt haengt hier die Hochstelltaste fest, ich werd noch wahnsinnig!).

Bevor man aber diesen Schrein ueberhaupt zu sehen bekommt, muss man 785 Stufen hinauf steigen. Eine sehr muehsame Angelegenheit, da die Stufen sehr unregelmaessig angeordnet sind. Und man muss sich zusaetzlich durch die ganzen Pilger durchkaempfen.

Der Kotohira-Schrein gehoert naemlich zu einem der 88 Tempel und Schreine auf Shikoku, wo Japaner hinpilgern.

Die Pilgerer erkennt man an ihren weissen Jacken und den Rosenkraenzen, die sie immer klappernd bei sich tragen.

Auf dem Weg hinauf auf den Berg gibt es natuerlich mehrere Stationen, viele Toriis und Brunnen, an denen man sich ausruhen kann.

Nach den 785 Stufen wird man aber mit einem atemberaubenden Blick ueber Shikoku belohnt. Gleich an der Treppe steht die Hauptgebetshalle (zu Ehren eines Gottes, welcher auch immer) die durch einen meterlangen Korridor mit einer fast ebensogrossen Nebengebetshalle (fuer die dazu passende Goettin) verbunden ist. Auf dieser Ebene kann man die ueblichen Gluecksbringer kaufen, unter anderen auch welche mit einem Huendchen.

Der Legende nach sei ein Pilger einst mit seinem Hund nach Kotohira gekommen. Aber der Pilger wurde krank. An seiner statt ist der Hund auf den Berg gepilgert und hat zu der Shinto-Gottheit gebetet. Und der Pilger wurde alsbald wieder gesund.
Aber das ist nicht alles, was es zu sehen gibt.

Wer noch nicht muede ist, kann noch weitere 500 Stufen hochsteigen und kommt zu einer weiteren Halle. Leider hatte ich keine Zeit auch diese zu besichtigen, denn wir mussten auch schon wieder den Berg runter und mit dem Bus zum Mittagessen fahren!!!!

Das war diesmal ausgesprochen lecker. Es gab naemlich eine Art Nudeln (udon???) eine lokale Spezialitaet. Sehr zu empfehlen.

Wir sind also mittlerweile in Takamatsu angekommen. Als erstes an diesem Nachmittag haben wir dann den Ritsurin-Park besucht. Ritsurin bedeutet Kastanienwald. Warum weiss ich leider nicht, denn ich habe dort keine einzige Kastanie entdeckt..... nur japanische Kiefern. Vergebens suchte ich auch nach dem versprochenen Ahornbaeumen (die im Herbst knallrot werden…. ich will unbedingt so einen Bonsai!!!!). In dem Park sind wir dann so eine Stunde herumspaziert.

Und nun auf zum Yashima-Tempel. Naja, die Shinto-Schreine finde ich interessanter.

(Tempel sind in Japan immer buddhistisch, Schreine aber schintoistisch)



Aber wegen des Tempels waren wir auch nicht wirklich da, sondern wegen der schoenen Aussicht. Von dort oben hat man naemlich zunaechst den Blick ueber ganz Takamatsu, geht man aber weiter, dann sieht man weit auf den Binnensee zwischen der Insel Honshu und Shikoku. Das Ganze noch im Abendrot.... einfach traumhaft.

Und ich habe heute schon wieder reichlich 100 Fotos geschossen.

Zum Abschluss des Tages stand wieder die Selbstversorgung zum Abendessen an. Was soll ich sagen, bei mir gab`s Sushi und Ananas. Ausserdem habe ich japanische Gummibaerchen gekauft....

Ich bin noch ein wenig herumgelaufen, weil ich so zeitig noch nicht zurueck ins Hotel wollte. Bin in einem Einkaufszentrum gelandet..... sowas habe ich selbst in Amerika nicht gesehen. Eine gesamte Strasse lang ein Laden am anderen. Dort bin ich geschlagene 25 min in normalem Gehschritt geradeaus gelaufen und habe immer noch kein Ende der Ladenstrasse gesehen. Da bin ich dann verzweifelt umgekehrt und nun voellig k.o.. im Hotel.

Wenigstens habe ich hier keinen Zeitdruck beim Schreiben und kann mit genuegend Zeit fuer meinen Bericht lassen.

Abschliessend moechte ich euch noch mitteilen, dass ich anfange mich an die japanischen Toiletten zu gewoehnen. So eine Sitzheizung und eingebaute Popodusche sind schon was feines. Grins

DICKES KUESSCHEN NACH HAUSE (WIE IHR SEHT HAENGT DIE HOCHSTELLTASTE NOCH IMMER)

BIS SPAETER
TINA

P.S. GROSSES DANKE AN PETER, DER HIER DIE FOTOS NACHTRAEGLICH EINFUEGT.

IST SCHICK.

Mittwoch, 7. November 2007

Hallo, da bin ich wieder


Diesmal aus Matsuyama auf Shikogu.

Und heute hatten wir riesiges Glueck mit dem Wetter. Sonnenschein pur. Daher bin ich wohl auch frueh aufgewacht und habe den morgendlichen Spaziergang von gestern wiederholt. Neugierde wird belohnt und so kam ich auf einen suessen Aussichtspunkt mit herrlichem Blick ueber die Bucht von Hiroshima.

Dann ging es mit dem Schnellboot rueber auf Shigoku. Zu der Ueberfahrt sage ich nix weiter, nur soviel... ich bin offensichtlich nicht seefest.

Danach sind wir in eine hier ansaessige Weberei und Faerberei gegangen, wo wir ein "Handtuch" (eigentlich eher ein Taschentuch) Indigoblau und Batik eingefaerbt haben! Nun ja...

Dann gab es schon wieder Mittag (ich wollte eigentlich hier nicht essen, sondern etwas erleben!) und so langsam kommt mir der Fisch zu den Ohren raus. Er schmeckt auch immer recht eigenartig. Daher gibt's heute Abend bei mir auch nur Obst.

Nachmittags haben wir im Superschnelldurchlauf das Matsuyamajo (das Schloss) besichtigt. Eher eine Burganlage die aus dem 16. Jh noch erhalten ist. Da die Burg auf einem "Huegel" von 130 m Hoehe steht, fuhren wir mit dem Sessellift hoch. Auch ein Erlebnis. Vor allem wer Hoehenangst hat... nicht empfehlenswert.

Danach dann noch zum Dogo Onsen, die aelteste in Japan bekannte Thermalquelle. Das Bad im 40 Grad warmen Wassr mit dem Rest der Reisegesellschaft habe ich mir erspart.... so gut kennen wir uns nicht. Und ich bin froh. Die kamen alle gekocht wieder raus!

Dafuer habe ich einen Stadtbummel gemacht und japanische Schuhe gekauft... jetzt fehlt mir nur noch der Kimono dazu.

Und meine Speicherkarte noch 1 GB ist schon voll! Musste mir eine neue kaufen. Da hab ich ne 4 GB genommen. Im Hotel hab ich festgestellt, dass sie nicht funktioniert. Also wieder zurueck und umtauschen. Und erklaer mal dem Japaner, warum es nicht funktioniert.
Aber ich habe jetzt einen neue 2 GB und das geht.

Jetzt aber Schluss, mein Guthaben ist hier fast aufgebraucht.
Liebe Gruesse und ich schreib morgen mehr, wenn ich an einem Computer rankomme.

Tina

Dienstag, 6. November 2007

Gruss aus Hiroshima

Aki-Hotel HiroshimaGuten Abend müße ich jetzt eigentlich sagen. Hier ist es bereits um neun abends und ich kann mich jetzt auf die faule Haut legen.

Nein, natuerlich schreibe ich euch erstmal meinen Reisebericht.


Ich bin also gestern Abend doch noch gut in Hiroshima angekommen. Der letzte Flug von Tokyo hierher war aber schon eine echte Tortur.

Heute Morgen ging es schon gegen neun Uhr los (trotz einiger Beschwerden von anderen Reiseteilnehmern - aber schliesslich wollen wir ja auch etwas erleben). Ich konnte allerdings schon gegen 6 Uhr nicht mehr schlafen und bin deswegen vor dem Hotel spazieren gegangen.

Leider liegt unser Hotel etwas außerhalb der Stadt, so dass ich abends nicht die Stadt unsicher machen kann. Dafuer liegt das Hotel aber direkt an der Deltamuendung und somit in einer schoenen Bucht.

Das heisst, sie waere noch schoener ohne den Frachtschiffverkehr. Es gibt sogar zwei kleine Straende..... und hunderte von streunenden Katzen!
Und das Wasser ist herrlich warm. Das musste ich heute feststellen, als ein Schiff Wellen verursachte, diese dann gegen den relativ tiefen Quai schlugen und ich meine morgendliche Dusche abbekam.

Nach einem exotischen Fruehstueck (Japaner essen Reis und Fisch und Miso-Suppe schon am Morgen) ging es dann los zur Insel Miyajima.

Dort haben wir uns den Itsukushima Schrein angeschaut. Das ist einer der beruehmtesten Schreine. Viele werden sicher das Wahrzeichen kennen.

Vor dem Schrein stehen (wie bei jedem Schrein) drei Torii (hoelzerene Tore, die die Seele reinigen sollen, bevor man den Schrein betritt). Das erste der drei Torii ist zinnoberrot und steht mitten im Wasser.

Vom Schrein ging es wieder zurueck zum Aki Hotel in Hiroshima, wo uns ein "interessantes" Mittagessen erwartete. Also ausser dem Reis, war mir keine Speise gelaeufig. Alles relativ gewoehnungsbeduerftig. Die gebackene Auster (uebrigens eine Spezialitaet aus Hiroshima) war das Beste.

Ich bin ja keinen Misosuppen-Fan, also hab ich daran auch nur mal genippt. Dann war da noch etwas roher Fisch... OK er war gut.

Dann ein puddingartiges Haufchen in einer braunen Bruehe (das soll von einer Wurzel gemacht werden)... nicht wirklich zu empfehlen. Zum Schluss gab es Tempura (frittierte Meeresfruechte und Gemuese), das war sehr lecker. Zum Nachtisch gab es Orangen und den japanischen Schokoladenersatz…eine Art Teig aus suessen roten Bohnen mit Reisbrei gefuellt.

Ist zwar etwas gewoehnungsbeduerftig aber doch ganz OK.

Danach fuhren wir dann zum A-Bomben-Denkmal. Naja, da gibt es nicht viel zu sehen. Die ehemalige Handelskammer war eines der drei Gebaeude, das nach dem A-Bomben-Abwurf vom 6.8.45 noch stand. Daraus wurde dann das heutige Denkmal.

Im Anschluß folgt der Friedenspark mit mehreren Gedenkstätten.

Und vor allem tausenden von gefalteten Kaninchen (Symbol des Friedens). Danach waren wir noch im Museum und sind dann ins Hotel zurückgefahren.

Heute Abend gab es dann ein gemeinsames Abendessen, bei dem wir uns alle einander vorgestellt haben. Die Gruppe ist im Großen und Ganzen schon OK, aber ich komme mir trotzdem vor, wie ein Japaner in Deutschland….raus aus dem Bus…Foto…Toilette, rein in den Bus und weiter geht es.

So, das war mein erster Tag hier in Japan. Mal sehe, was der Rest noch bringt. Ich packe jetzt meinen Rucksack, da wir morgen mit dem Schiff auf Shikogu fahren und unseren Koffer erst übermorgen wiederbekommen.

Außerdem nerft mich diese Tastatur, wo ich gerade irgendetwas umgestellt habe, aber nicht weiß was…Und Daher kann ich es auch nicht rückgängig machen.

Ausserdem habe ich chwierigkeiten mich mit den kuriosen chriftzeichen hier zurecht zu finden.

Ciao bis demnächst

Eure Tina

Sayonnara

Sonntag, 4. November 2007

Nein, ich bin noch nicht angekommen

Halløchen,
Zur Zeit bin ich noch nicht mal abgeflogen. Ich hænge hier noch die næchste 4 Stunden auf dem Wahnsinnsflughafen Frankfurt fest. Leider ist ja mein Zubringer Flug von Dresden hier schon um 3 Uhr gelandet. Weiterflug ist aber erst gegen 21 Uhr. Mit anderen Worten... ich muss mir noch ca 4 Stunden hier die Zeit vertreiben bevor ich in mein Langstreckenflugzzeug steigen kann. Aber was soll`s. Ich erfreue mich derweile an der schønen Flughafendekoration. Ob man`s glaubt oder nicht... hier weihnachtet es schon sehr. Åberall stehen die Weihnachtsbæume und die Lichterketten schillern neonfarben in das eh schon triste Flughafengebæude.
So beginnt also meine Japan-Reise.

Bin mal gespannt wie der Service der All Nippon Airways so aussieht. Sollte das japanische Flugpersonal genausogut Englisch sprechen, wie der Rest der Japaner, kann ich mir wahrscheinlich nicht mal ein Glas Wasser bestellen. Wie gut, dass ich schon ein reichhaltiges Mittagessen hier am Flughhafen vertilgt habe (einen Salat mit Geflågelståcken får wahnsinnige 8,50 Euro!).

Åbrigens, Mutti, meine typische Reisekrankheit hat mich natårlich auch schon ereilt!

Sooo, mein Kredit hier an dieser Internetsæule ist langsam aufgebraucht. Immerhin habe ich 30 min die Sæule nutzen kønnen, weil mir ein hilfsbereiter Flughafenmitarbeiter gratis 5 Euro gutgeschrieben hat. Es gibt noch nette Menschen auf der Welt. Vielen Dank nochmal.
Das die Umlaute nicht richtig erscheinen liegt nicht an mir. Diese Sæule scheint als Standardsprache Norwegisch zu haben!
Liebe Gråsze an alle die ich zu Hause zuråck gelassen habe und einen dicken dicken Kuss an meinen Schatz Micha.

Bis spæter dann
Tina

P.S. Peter, wie ich dich kenne wirst du sicher alle Welt åber meine Nachrichtenn informieren. Vergiss den Micha nicht!!!
:-))